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Zweite Goldmedaille Dahlmeier siegt auch in der Verfolgung

Laura Dahlmeier aus Garmisch-Partenkirchen hat die nächste Goldmedaille gewonnen. Zwei Tage nach ihrem Triumph im Sprint holte sie trotz eines Schießfehlers auch den Sieg in der Verfolgung über zehn Kilometer.

Stand: 12.02.2018

Laura Dahlmeier rockt den Biathlon: Mit ihrem zweiten Gold hat die 24-Jährige schon wieder Geschichte geschrieben. Denn als erste Skijägerin überhaupt, gelang ihr das Double aus Sprint und Verfolgung. "Es war ein richtig, richtig hartes Rennen, unfassbar! Meine Finger sind gerade aufgetaut, das waren Schmerzen, schlimmer als in jedem Rennen zuvor. Es war jetzt abartig", sagte Dahlmeier. Bundestrainer Gerald Hönig hatte nach dem perfekten Rennen seiner Ausnahmekönnerin Tränen in den Augen: "Laura überstrahlt wieder alles. Was Laura hier an Biathlon in Perfektion zeigt, habe ich in der Art und Weise noch nicht gesehen. Sie ist professionell bis in die Haarspitzen."

Konzentriert, schnell und fast perfekt

Dahlmeier traf beim ersten Liegenschießen alle Scheiben, Anastasiya Kuzmina hinter ihr drückte allerdings aufs Tempo. Bei der zweiten Einlage ließ sie nur eine Scheibe stehen, ihre direkte Konkurrentin ebenfalls. Die hatte nach der halben Strecke kurzzeitig die besseren Beine und lief vor die Oberbayerin. Es folgte aber ein souveränes und komplett fehlerfreies Stehendschießen Dahlmeiers, Kuzmina zeigte Nerven und verfehlte drei Scheiben. Nachdem die 24-Jährige auch beim letzten Besuch am Schießstand keinen Wackler zeigte, konnte sie ihren Sieg mit fast einer Minute Vorsprung problemlos ins Ziel bringen. Kuzmina blieb die Silbermedaille. Auf Rang drei reihte sich die Französin Anais Bescond ein.

Herrmann unter den Top-10

Denise Herrmann aus Ruhpolding blieb bis auf die erste und letzte Schießeinlage fehlerfrei, was sie am Ende bis auf Rang sechs nach vorne brachte. Franziska Hildebrand vom WSV Clausthal-Zellerfeld zielte beim ersten Schießen zweimal vorbei, danach steigerte sie sich und schloss das Rennen auf Rang zwölf ab. Vanessa Hinz aus Schliersee erreichte Platz 13, sie patzte beim Liegenschießen jeweils ein Mal, danach gingen weitere zwei Schüsse daneben.


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