Sport - Olympia


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Bereit für Rio Olympia-Quali haben nur wenige Sportler sicher

Rund 200 Tage sind es noch bis Rio de Janeiro fest in Sportlerhand sein wird. Doch wer ins olympische Dorf einziehen darf, das steht noch lange nicht fest. Ganze sieben deutsche Sportler haben ihr Ticket to Rio bereits gebucht.

Stand: 21.01.2016

200 Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele stellten die Lechwerke ihr Team für Rio vor: Melanie Pfeifer, Alexander Grimm, Lisa Nothelfer, Lisa Brennauer und Janine Berger (v.l.n.r.). | Bild: LEW/ Breba2.de

Bei Lisa Brennauer tickt schon der Countdown für die Olympischen Spiele. Eine Uhr, die die Tage runterzählt, bis es in Rio um Medaillen geht. Ein Geschenk ihres Bruders. Auch wenn die Kemptenerin noch nicht qualifiziert ist, als beste deutsche Straßenradsportlerin ist ihre Qualifikation nur noch Formsache. "Für mich geht es darum gesund zu bleiben und die Form der vergangenen zwei Jahre zu bestätigen." Die 27-Jährige kann die Zeit also voll auf das ganz große Ziel ausrichten – eine Medaille in Rio.

Interner Wettkampf um einen Startplatz

Dafür sind zwar auch die deutschen Kanuten immer gut, nur steht für die vorher noch ein viel härterer Wettkampf auf dem Plan: die Olympia-Qualifikation. Bronze gewann die Augsburgerin Melanie Pfeifer bei der Weltmeisterschaft 2015, ihre Teamkollegin holte Silber. Für die Olympischen Spiele gibt es nur einen Startplatz. Um den kämpfen aber drei Wildwasser-Kanutinnen der Weltspitze.  "Das ist ungerecht", findet wohl nicht nur Pfeifer. In manchen Sportarten ist es schwerer das Ticket zu schaffen als Gold zu gewinnen. Der Druck ist enorm, Melanie Pfeifer denkt nur Schritt für Schritt: "Ich denk nicht so viel daran. Mein Ziel ist die Qualifikation."

Ihr Teamkollege Alexander Grimm hat es vor acht Jahren geschafft und sich den begehrten Startplatz erpaddelt. Prompt holte er in Peking Gold. Vier Jahre später verpasste er die Quali. "Die Anspannung ist schon groß wenn wir (wie bei Weltmeisterschaften Anm.d. Red.) drei Startplätze haben.  In der Olympiaqualifikation geht es darum gut runter zu kommen und seine Nerven im Griff zu haben."

Mitte April, also knapp vier Monate vor Olympia muss deshalb Bestleistung gezeigt werden – im Boot und im Kopf. Doch damit sind die Kanuten noch gut dabei. Für Leichtathleten oder Schwimmer kann es noch länger dauern. Im Kunstturnen, wo sich die Bubesheimerin Janine Berger Hoffnungen auf eine Teilnahme macht, geht es 2016 darum, überhaupt Startplätze für die Spiele zu ergattern.

Unterstützung über Twitter & Co

Unter dem Hashtag #regionfuerrio halten fünf schwäbische Sportler ihre Fans auf dem Laufenden, wie es derzeit mit der Qualifikation steht. Gleichzeitig freuen sie sich über Motivation und Unterstützung durch diese Social-Media-Aktion.


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