Sport - Motorsport


6

Zwei Jahre nach Schumachers Unfall Medienanwalt für Schutz der Privatsphäre

Laut Michael Schumachers Medienanwalt besteht kein Recht auf Informationen über den Zustand des vor zwei Jahren Verunglückten. Verständnis für das Interesse habe er aber, sagt er in einer Dokumentation des Bayerischen Rundfunks.

Stand: 28.12.2015

Michael Schumacher - Archivbild vom 31.08.2012 | Bild: picture-alliance/dpa

Der Unfall des Formel-1-Rekordweltmeisters war ein zeitgeschichtliches Ereignis, worüber auch berichtet werden durfte, da stimmt Schumachers Medienanwalt Felix Damm der Berichterstattung voll und ganz zu. Damm zeigt auch Verständnis, dass die Menschen mehr wissen wollen.

"Ich kann verstehen, dass es Leute gibt, die sich dafür interessieren, die ein ernsthaftes Interesse daran haben zu wissen, wie es ihm geht."

Schumachers Medienanwalt Felix Damm in einer Dokumentation des Bayerischen Rundfunks

Auf der anderen Seite müsse man aber auch verstehen und sehen, "dass er nachdem er jetzt also nicht mehr Rennen fährt, einen Anspruch darauf hat, in seiner Privatsphäre zu leben." "In dem Moment, wo die Phase der Genesung beginnt und die Öffentlichkeit auch räumlich schon ausgeschlossen wird - es spielte sich ja im Krankenhaus oder jetzt in den eigenen vier Wänden ab - da besteht kein Anspruch mehr", sagte Damm.

Verhängnisvoller Skiunfall vor zwei Jahren

Schumacher war am 29. Dezember 2013 im Skigebiet oberhalb von Méribel in Frankreich gestürzt. Er erlitt dabei trotz seines Helmes ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Seit dem Unfall gibt es praktisch keine Details zu seinem Zustand. Er befindet sich nach einem mehrmonatigen Koma seit September 2014 zu Hause zur weiteren Rehabilitation in seiner Schweizer Wahlheimat.


6