München ist Gastgeber
Landtagspräsidentin
Barbara Stamm begrüßt die Gäste.
Special Olympics "In jedem von uns steckt ein Held"
Mittendrin sollen sie sein, die Sportlerinnen und Sportler mit geistiger Behinderung, bei den Special Olympics 2012 in München. Mittendrin waren sie auch bei der Pressekonferenz zum Kampagnenstart der nationalen Spiele, bei der sich der BR als Medienpartner präsentiert hat.
Christoph Weinzierl steht auf der Bühne und strahlt. Der 19-Jährige Tennisspieler wirbt für die Special Olympics 2012 in München. Ein Job, den der junge Mann mit geistiger Behinderung gerne macht. Denn schließlich trifft er als Werbeträger für die Special Olympics berühmte Sportler wie den Fußballer und Weltmeister Paul Breitner.
"In jedem von uns steckt ein Held"
Gemeinsam mit Breitner ist Christoph Weinzierl auf der Broschüre für die Special Olympics abgebildet. "In jedem von uns steckt ein Held" steht auf dem weißen T-Shirt, das der junge Mann auf dem Bild trägt. Wie das Shooting mit dem Ex-Fußballer denn für ihn gewesen sei, möchte die Vizepräsidentin der deutschen Special Olympics, Brigitte Lehnert, von ihm wissen. "Das war total super, der war cool und chillig", antwortet Christoph Weinzierl lächelnd. Die Moderation der Veranstaltung im Landtag teilt sich Vizepräsidentin Lehnert mit dem Sportler Kevin Neuner. Neuner wird an den Münchner Spielen teilnehmen und ist Athletensprecher.
5.000 Athleten, 2.000 ehrenamtliche Helfer
Etwa 5.000 Athleten aus ganz Deutschland werden kommendes Jahr vom 20. bis zum 26. Mai in München teilnehmen. "Beim Schwimmen sind es mit über 500 angemeldeten Sportlern besonders viele Athleten, bei anderen Sportarten gibt es noch ein bisschen Luft", sagt Hans-Jürgen Schulke, Präsident der Special Olympics. Unterstützt werden die Sportler von ehrenamtlichen Helfern wie Kathrin Schlammert. Für die 22-jährige Medizinstudentin sind die Special Olympics in München die
siebten Spiele, an denen sie als ehrenamtliche Helferin teilnimmt. "Das ist wie ein Virus", sagt sie. "Wenn man einmal mitgemacht hat, will man immer wieder dabei sein." Insgesamt 2.000 Helfer muss das Organisationsteam bis kommenden Mai finden.
Der Bayerische Rundfunk als Medienpartner
Prominente Unterstützer hat die Kampagne schon jetzt. Prinz Leopold von Bayern zum Beispiel. "Ich würde mir wünschen, dass die Öffentlichkeit endlich begreift, was der Unterschied zwischen den Spielen für körperlich behinderte Menschen, den Paralympics, und den Special Olympics ist", sagt der Prinz, dessen geistig behinderte Tochter als Reiterin an den Spielen im Mai teilnehmen wird. Mehr Öffentlichkeit und mehr Bewusstsein für die Special Olympics möchte auch der Bayerische Rundfunk schaffen.
Special Olympics als „Mutmach-Programm“ im Fernsehen
"Dem Bayerischen Rundfunk ist es ein besonderes Anliegen, als Medienpartner über die sportlichen Erfolge und das Leben der Athletinnen und Athleten der Special Olympics 2012 zu berichten. Sie haben hohe Anerkennung und Aufmerksamkeit verdient", sagt Intendant Ulrich Wilhelm. Und Andreas Bönte, Leiter des Programmbereiches Planung und Entwicklung Bayerisches Fernsehen, ergänzt: "Nicht weil wir das als öffentlich rechtliche Medienanstalt müssen, sondern weil wir unseren Zuschauern ein Mutmach-Programm liefern und zeigen wollen, was für eine Power in den Teilnehmern der Special Olympics steckt".
Keine Angst vor den Kameras
So wird der Bayerische Rundfunk schon im Vorfeld über die Special Olympics berichten. Während der Spiele gibt es zwar keine Live-Berichterstattung, aber Blickpunkt Sport begleitet die Eröffnungsfeier und die Abendschau ist unter der Woche vor Ort. Außerdem sendet on3-südwild während der Spiele direkt vom Coubertainplatz im Olympiapark. Viele Kameras und viele Fragen von Journalisten – den Athleten Christoph Weinzierl beunruhigt diese Vorstellung nicht. "Ich werde nicht zu ihnen gehen, aber wenn sie zu mir kommen, spreche ich gerne mit ihnen", sagt er. Lampenfieber hat der zweifache olympische Goldmedaillengewinner höchstens wegen der Wettkämpfe.

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