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Confed-Cup-Auftakt Holpriger 3:2-Sieg gegen Australien

Joachim Löws Mannschaft startete zwar mit einem Erfolg gegen Australien in den Confed Cup. Auf Grund der mangelnden Chancenauswertung und Abwehrfehlern musste das Team aber lange um den Sieg zittern.

Stand: 19.06.2017

Die deutsche Mannschaft startete mit den beiden Weltmeistern Julian Draxler und Shkodran Mustafi sowie einer Doppelspitze. Kapitän Draxler führte die DFB-Elf an und sollte das Sturmduo Lars Stindl und Sandro Wagner mit Bällen füttern. Zahlreiche Offensivchancen gab es zwar, doch die Trefferquote ist deutlich verbesserungswürdig.

"Ab 60. Minute haben wir den Faden verloren. Aber für viele war es das erste Spiel in so einem Turnier."

Bundestrainer Joachim Löw

Führung und der erste Rückschlag

Nach nur sechzig Sekunden Lampenfieber begannen Löws Jungs eigentlich, das Spiel an sich zu reißen. Lars Stindl brachte sein Team mit seinem ersten Länderspieltor in der fünften Minute in Führung. Julian Brandt hatte ihn geschickt im Rücken der Abwehr bedient, wo der Mönchengladbacher die Kugel frei stehend aus zehn Metern versenken konnte. Nach rund einer Viertelstunde verfehlte ein Kopfball von Sandro Wagner den Kasten nur um Haaresbreite – und das war nicht die einzige Großchance der deutschen U21. Weder Brandt (27.) nach einer Ecke noch Goretzka (30.) hatten die richtige Portion Zielwasser.

Australien ließ sich hingegen so gut wie gar nicht mehr im gegnerischen Strafraum blicken – und falls doch, so harmlos, dass Torhüter Bernd Leno sich nicht auszeichnen konnte. In der 41. Minute wurde das deutsche Team für seine mangelhafte Chancenverwertung dann doch bestraft. Völlig überraschend traf Tom Rogic zum Ausgleichstreffer. Kurz vor dem Pausenpfiff rückte Julian Draxler durch einen Elfmetertreffer das Ergebnis wieder zurecht.

"In der ersten Halbzeit hätten wir mehr Tore machen müssen, in der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr so überlegen. Wir haben da sehr den Faden verloren."

Kapitän Julian Draxler

Erneuter Gegentreffer

Die zweite Halbzeit begann Löws Mannschaft mit einem Kracher – aber erneut sollte ein Rückschlag folgen. Goretzka verwandelte (47.) zum 3:1. Aber als erneut alles klar schien, kassierte die Mannschaft den Anschlusstreffer (58.) durch Bailey Wright. Zwar bemühte Schiedsrichter Mark Geiger den Videobeweis wegen einem vermeintlichen Handspiel, doch das Tor zählte. Die Bilder zeigten, dass Wright den Ball statt mit der Hand mit der Brust mitgenommen hatte. Löw reagierte auf die Abwehrschwächen, in dem er den Neumünchner Niklas Süle für den Flügelflitzer Brandt brachte. Im Sturm löste Timo Werner den bisher erfolglosen Wagner ab. Nach 74 Minuten hätte der Joker den Sieg endgültig unter Dach und Fach bringen können, nur der Pfosten vereitelte die Entscheidung. Doch auch Australien konnte nichts zählbares mehr verbuchen. Und so brachte Löws Mannschaft das Spiel über die Zeit.

Australien - Deutschland 2:3 (1:2)

Australien: Ryan/KRC Genk - Degenek/Yokohama Marinos, Sainsbury/Inter Mailand, Wright/Bristol City - Luongo/Queens Park Rangers ab 46. Minute Kruse/Liaoning Whowin , Milligan/Bani Yas SC - Mooy/Huddersfield Town, Rogic/Celtic Glasgow ab 71. Troisi/Melbourne Victory - Leckie/FC Ingolstadt, Behich/Bursaspor - Juric/FC Luzern ab 87. Cahill/Melbourne City. - Trainer: Postecoglou

Deutschland: Leno/Bayer Leverkusen - Kimmich/Bayern München, Mustafi/FC Arsenal, Rüdiger/AS Rom, Hector/1. FC Köln - Goretzka/Schalke 04, Rudy/1899 Hoffenheim - Brandt/Bayer Leverkusen ab 63. Süle/1899 Hoffenheim, Draxler/Paris St. Germain - Stindl/Borussia Mönchengladbach ab 78. Can/FC Liverpool, Wagner/1899 Hoffenheim ab 58. Werner/RB Leipzig. - Trainer: Löw

Tore: 0:1 Stindl (5.), 1:1 Rogic (41.), 1:2 Draxler (44., Foulelfmeter), 1:3 Goretzka (48.), 2:3 Juric (56.)
Gelbe Karten: Sainsbury - Goretzka
Schiedsrichter: Mark Geiger (USA)
Zuschauer: 28.605


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