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Nach Italiens WM-Aus Laute Rufe nach Ancelotti als Nationaltrainer

Nach dem blamablen WM-Aus der italienischen Fußball-Nationalmannschaft werden die Rufe nach dem ehemaligen Münchner Coach Carlo Ancelotti immer lauter. Die Entscheidung über den Nationaltrainer soll heute im Laufe des Tages fallen.

Stand: 15.11.2017

Carlo Ancelotti | Bild: picture-alliance/dpa

Der ehemalige Trainer von Bayern München soll nach Ansicht des ehemaligen Vize-Verbandspräsidenten Demetrio Albertini und des Ex-Coaches Arrigo Sacchi die Nachfolge von Nationaltrainer Gian Piero Ventura antreten.

Ventura schließt Rücktritt aus

Dem gescheiterten Coach, der unlängst seinen Vertrag bis 2020 verlängert hatte, wird ein Neustart mit Blick auf die kommende Euro nicht mehr zugetraut. Er steht vor dem Aus. Einen Rücktritt schloss der 69-Jährige allerdings aus. "Ich habe noch nicht mit dem Verbandspräsidenten Carlo Tavecchio gesprochen. Es kommt nicht auf mich an, ich bin nicht die Person, die diese Entscheidung zu treffen hat", sagte Ventura trotzig.

Ancelotti mit Vorschusslorbeeren bedacht

Ancelotti sei der ideale Kandidat für den Posten, sagte derweil Albertini und machte damit klar, wen er am liebsten auf dem Posten sehen würde. "Die Wahl eines Nationalcoachs ist immer schwierig, weil immer jemand unzufrieden ist. Doch der Name Ancelotti könnte auf viel Zustimmung stoßen", sagte Albertini. Auch Sacchi sprach sich für den Ende September bei Bayern München entlassenen Trainer aus. "Ancelotti ist ein großartiger Coach. Wollen wir ihm helfen, die Nationalelf zu übernehmen, müssen wir diese Niederlage genau prüfen. Sie kommt nach zwei für Italien verheerenden Weltmeisterschaften", sagte Sacchi, der die Squadra Azzurra von 1991 bis 1996 trainiert hatte.


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