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Frauen-Champions-League FC Bayern fehlt ein Tor zum Achtelfinaleinzug

Für die Frauen des FC Bayern München ist die Champions League bereits vor dem Achtelfinale zu Ende. Nach dem 0:1 im Hinspiel fehlte den Münchnerinnen beim 2:1-Sieg zuhause gegen den FC Chelsea ein Tor zum Weiterkommen.

Stand: 11.10.2017

Spielszene FC Bayern  -FC Chelsea | Bild: imago/foto2press

Die Mannschaft von Erfolgstrainer Thomas Wörle hatte sich vor dem Rückspiel so viel vorgenommen: Hinten zu null und vorne die Chancen nutzen, hatten sie als Devise ausgegeben. Doch es sollte nicht sein. Die "Blues" erwiesen sich zumindest bis zum Münchner Ausgleich in der 75. Minute als cleveres Team und hatten am Ende auch ein bisschen Glück, dass die Bayern nicht noch den dritten Treffer erzielten, der zum Achtelfinaleinzug gereicht hätte.

Hoeneß sieht Rückstand und Aufholjagd

Dabei hatten die Bayern-Frauen unter den Augen von Bayern-Präsident Uli Hoeneß munter losgelegt. Auch ohne die verletzte Sara Däbritz schnürten die Münchnerinnen die Gäste in ihrer Hälfte ein. In der 22. Spielminute hatte Mandy Islacker das 1:0 für die Bayern-Frauen auf dem Fuß, vergab aber kläglich: Erst hatten die Blues den Ball im eigenen Strafraum vertändelt. Dann zog Leonie Maier aus spitzem Winkel ab. Torhüterin Hedvig Lindahl ließ die Kugel abklatschen, Ilsacker kam aber in Rücklage und zielte aus fünf Metern zu hoch.

So überstanden die Engländerinnen die erste Drangphase der Münchnerinnen und wurden nun ihrerseits aktiver. Chancen hatten sie durch die Ex-Wolfsburgerin Ramona Bachmann als auch durch Katie Chapman, deren gefährlichen Distanzschuss Bayern-Torfrau Manuela Zinsberger gerade noch so über die Latte lenken konnte.

Chelsea im Glück

Auch nach der Pause waren die Bayern-Frauen bemüht, versuchten es immer wieder auch über die Flügel. Aber das Tor machten die Blues. Bachmann schickte Francesca Kirby steil. Die Stürmerin behielt die Ruhe und verwandelte eiskalt zum 0:1. Doch die Bayern bewiesen Moral und kamen zurück - wenn auch mit etwas Glück. In der 75. Minute verhalf ein Eigentor von Gemma Davison zum Ausgleich, in der 82. Minute erzuielte dann Lucie Vonkova nach einem Torwartfehler die Führung.

Nun wurde es dramatisch. Ein klarer Handelfmeter für die Bayern wurde nicht gepfiffen, noch zweimal kamen die Münchnerinnen gefährlich vors Tor, ein Treffer wurde nicht anerkannt. Nach sechs Minuten Nachspielzeit war es dann vorbei. Der FC Chelsea im Glück, die Bayern-Frauen müssen nächstes Jahr einen neuen Anlauf nehmen in der Königsklasse.


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