Sport - Fußball


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Verwarnung und niedrige Geldstrafe FIFA straft Beckenbauer ab

Der Fußball-Weltverband FIFA hat Franz Beckenbauer wegen fehlender Zusammenarbeit bei der Aufklärung der Korruptionsvorwürfe um die WM-Vergaben 2018 und 2022 verwarnt und zu einer Geldstrafe von 7.000 Schweizer Franken verurteilt.

Stand: 17.02.2016

Franz Beckenbauer am 04.02.2011 im Signal Iduna Park in Dortmund | Bild: picture-alliance/dpa

Der Weltfußballverband FIFA betont in seiner Begründung, dass es in diesem Fall nicht um die Vergabe der WM 2006 an Deutschland geht. Vielmehr wird Beckenbauer dafür sanktioniert, dass er bei der Aufklärung der Korruptionsvorwürfe durch Untersuchungsleiterin Vanessa Allard um die WM-Vergaben 2018 (Russland) und 2022 (Katar) nicht kooperativ gehandelt habe. 

Beckenbauer hatte sich seinerzeit zunächst geweigert, in englischer Sprache gestellte Fragen an ihn zu beantworten. Seine Antworten hatte er dann verspätet nachgeliefert. In einer Erklärung der FIFA heißt es, Beckenbauer habe es "trotz wiederholter entsprechender Aufforderungen" unterlassen, an einer Untersuchung der Ethikkommission mitzuwirken und stellt klar: "Dabei wurde er u.a. aufgefordert, in einer persönlichen Befragung Auskunft zu geben und schriftliche Fragen zu beantworten, die sowohl englisch als auch deutsch vorlagen. Franz Beckenbauer verstieß damit gegen die allgemeinen Verhaltenspflichten, die für Fußballfunktionäre bei Untersuchungen gelten, und folglich gegen Art. 13 des FIFA-Ethikreglements."


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