Sport - Fußball


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1. Runde im DFB-Pokal Werden Schweinfurt und 1860 zum Pokalschreck?

Wie präsentieren sich die restlichen bayerischen Vereine in der ersten Runde des DFB-Pokals? Gelingt dem Regionalligisten Schweinfurt gegen Zweitligisten Sandhausen die große Sensation? Und wie schlagen sich die Löwen gegen Ingolstadt?

Stand: 12.08.2017

DFB-Pokal | Bild: picture-alliance/dpa

TSV 1860 München - FC Ingolstadt, Sonntag 15:30 Uhr

Nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga treffen die Löwen mal wieder auf ein Profiteam. Ein ausverkauftes Grünwalder Stadion soll einen angemessenen Rahmen für das Derby gegen den FC Ingolstadt liefern. Auf dem Papier ist es eine klare Angelegenheit. Doch bekanntlich herrschen im Pokal eigene Regeln. Der TSV 1860 München kann ein Lied davon singen, als sich die Löwen 2015 und 2016 gegen teils starke Gegner durchsetzen konnten, dann jedoch gegen machbare Gegner ausschieden - Stichwort "Lotte".

"Klar wollen wir gegen Ingolstadt eine Runde weiterkommen. Wir trauen uns auch zu, sie vor Probleme zu stellen. Wir müssen sie auf unser Niveau runterziehen."

Daniel Bierofka, Trainer 1860 München

Mit zwei Niederlagen zum Start der Saison kann man in Ingolstadt schon von einer ersten kleinen Krise sprechen, zumal auch neben dem Platz mächtig Ärger herrscht: Die beiden wechselwilligen Spieler Hadergjonaj und Tisserand sind bis zum 31. August vom Mannschaftstraining suspendiert. Die Frage, ob sich der Zweitligist von seinem Formtief rechtzeitig erholt hat oder ob 1860 München zum Pokalschreck wird, bleibt abzuwarten.

"Da wird es brennen auf den Rängen und auch auf dem Platz. Da ist von Anfang an Feuer drin."

Marvin Matip, FC Ingolstadt

SV Morlautern – SpVgg Greuther Fürth, Sonntag 15:30 Uhr

Die SpVgg Greuter Fürth hat in der ersten Runde des DFB Pokals eine machbare Aufgabe vor sich. In Pirmasens in Rheinland-Pfalz trifft der Zweitligist Greuther Fürth auf den Oberligisten SV Morlautern. Da der Kunstrasen des Fünftligisten nicht den DFB-Regeln entspricht, zieht die Mannschaft für das Spiel in das 40 Kilometer entfernte Stadion des FK Pirmasens. Die Morlauterner hatten eigentlich auf ein "Traumlos" gegen Bayern oder Dortmund gehofft, doch auch das Spiel gegen den Zweitligisten ist das größte der Vereinsgeschichte.Trotzdem wollen auch die Franken mit Respekt nach Rheinland-Pfalz reisen. "Wir gehen die Aufgabe mit allergrößtem Respekt an, weil das jede Mannschaft verdient", warnt Trainer Janos Radoki. "Es ist wichtig, dass kein Schlendrian eintritt." Radoki kennt einige Spieler noch aus der A-Jugend des 1. FC Kaiserslautern – und somit auch die gefährlichen Stärken  der Mannschaft.

1. FC Schweinfurt - SV Sandhausen, Sonntag 15:30 Uhr

Die Franken stehen vor dem größten Spiel der Saison. Das Team qualifizierte sich erstmals seit 15 Jahren für den DFB-Pokal und will eine große Fußball-Party feiern. Auf "vielleicht 25 Prozent" taxierte Trainer Klaus in der "Main-Post" die Chancen des Regionalligisten gegen den Zweitliga-Vertreter. "Wir haben einen Plan, wie wir sie kriegen können und mit dem ich mir gute Chance erhoffe."

1. FC Magdeburg – FC Augsburg, Sonntag 18:30 Uhr

Mit dem neuen Kapitän Daniel Baier will der FC Augsburg in Magdeburg die erste Runde schaffen. "Mein großer Traum ist natürlich Berlin mit dem FC Augsburg! Im Pokal ist alles möglich und wir werden alles dafür tun", erklärte Baier auf seiner ersten Pressekonferenz als Kapitän. Trotzdem sehe er das Spiel gegen den 1. FC Magdeburg als "schwere Aufgabe"– der Drittligist sei vor allem wegen seiner aggressiven Spielweise kein leichter Gegner. Vor drei Jahren traf der FC Augsburg schon einmal in der ersten Hauptrunde auf den 1. FC Magdeburg, damals noch Viertligist, und verlor 0:1. Der Erstligist FC Augsburg geht trotzdem als klarer Favorit auf den Platz. Magdeburg beeindruckt derweil mit seiner treuen Anhängerschaft: 20.000 Tickets sind bereits verkauft.

1. FC Nürnberg – MSV Duisburg, Montag 18:30 Uhr

Zwei Spiele, zwei Siege, 6:0 Tore! So hat sich Trainer Michael Köllner den Auftakt in die neue Saison gewünscht. Der „Club“ setzt sich nach einem Traumstart im Ligabetrieb vorerst an der Tabellenspitze fest. Und trotzdem ist von Überheblichkeit keine Spur. So betont Spielmacher Mohwald vor dem DFB Pokalspiel gegen Duisburg:“ Wir sind auf einem guten Weg, es gibt aber noch sehr, sehr viel zu verbessern!“ Der Drittligaaufsteiger aus Duisburg konnte nur einen Punkt aus den ersten beiden Spielen mitnehmen. Trotz der zurückhaltenden Reaktion von Mohwald liegt die Favoritenrolle klar bei Nürnberg.


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