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Pokal-Halbfinale erreicht Bayern in Bochum nur mit Startschwierigkeiten

Ein 3:0-Arbeitssieg unter harten Bedingungen für den FC Bayern. Der Lohn ist das Halbfinale im DFB-Pokal. Zweitligist VfL Bochum machte dem Favoriten das Leben auch in Unterzahl lange schwer. Im Halbfinale wartet Werder Bremen.

Stand: 10.02.2016

Es war lange die befürchtete Knochenarbeit. Bei Dauerregen und extrem tiefen Rasen gelang Robert Lewandowski in der 39. Minute die etwas glückliche Führung. Denn auch über einen Rückstand hätten sich die Bayern nicht beklagen dürfen. Bochums Torjäger Simon Terodde hatte schon in der Anfangsphase zweimal die Führung auf dem Fuß.

Die offensiv harmlosen Münchner bissen sich an der gut organisierten Bochumer Defensive zunächst die Zähne aus. Viel lief über die rechte Angriffsseite mit Arjen Robben, dem nach gut einer halben Stunde der erste Schuss aufs Bochumer Tor gelang. Kurz danach traf Lewandowski aus spitzen Winkel ins lange Eck. Den beruhigenden 2:0-Pausenstand verpasste Thomas Müller, der mit einem Foulelfmeter an VfL-Torwart Manuel Riemann scheiterte. Bochum ab da aber in Unterzahl, weil Jan Simunek nach der voran gegangenen Notbremse an Robben die Rote Karte sah.

"Ich habe die Szene vor dem Elfmeter nicht richtig gesehen. Auf jeden Fall ist die Regel (Doppelbestrafung, d. Red.) lächerlich. Die FIFA muss diese Regel ändern."

FC Bayern-Trainer Pep Guardiola

Bochum kämpft auch in Unterzahl weiter

Guardiola hatte seine Startelf im Vergleich zum 0:0 bei Bayer Leverkusen auf zwei Positionen verändert: Für Arturo Vidal und Kingsley Coman rückten Müller und Thiago in die Anfangsformation. Neuzugang Serdar Tasci gehörte wie angekündigt noch nicht zum Kader.

Mit viel Tempo spielten die Bayern in der zweiten Halbzeit und dominierten das Spiel. Große Chancen aber hatten Seltenheitswert. Bis zum 2:0 durch Thiago in der 61. Minute stand die Bochumer Abwehr sicher. Dann aber lupft Robben den Ball in den Strafraum auf Lewandowski, der weiter an den Fünfmeterraum auf Thiago spielte. Mit dem 2:0 schwanden die letzten Hoffnungen des Zweitligisten auf eine Pokal-Sensation. Die Bayern spielten ihre nummerische Überlegenheit souverän aus. Lewandowski gelang in der 90. Minute noch sein zweiter Treffer zum 3:0-Endstand.

"Kompliment an Bochum. Erst nach dem Elfmeter und der Roten Karte wurde es einfacher für uns, aber bis zum 2:0 war nichts entschieden. Ich schlafe gut heute."

FC Bayern-Trainer Pep Guardiola

Jetzt wartet Werder

Zum siebten Mal in Folge steht der FC Bayern München damit in der Runde der letzten Vier. Losfee Andreas Wolff, Bayernfan und Handball-Europameister loste für seinen Lieblingsclub ein Heimspiel. Gegner in der Vorschlussrunde ist Werder Bremen. Außerdem trifft Hertha BSC Berlin auf Borussia Dortmund. Gespielt wird am 19. und 20. April. Das Finale wird am 21. Mai im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

VfL Bochum - Bayern München 0:3 (0:1)

Bochum: Riemann - Celozzi, Fabian, Bastians, Perthel (29. Simunek) - Losilla, Hoogland - Bulut, Eisfeld (46. Cacutalua), Haberer - Terodde (65. Mlapa). - Trainer: Verbeek
München: Neuer - Lahm (75. Bernat), Kimmich, Badstuber (80. Vidal), Alaba - Alonso (64. Rafinha) - Robben, Thomas Müller, Thiago, Costa - Lewandowski. - Trainer: Guardiola
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock) Tore: 0:1 Lewandowski (39.), 0:2 Thiago (61.), 0:3 Lewandowski (90.)
Zuschauer: 28.000 (ausverkauft)
Rote Karte: Simunek nach einer Notbremse (43.)
Gelbe Karte: Fabian (2)
Besonderes Vorkommnis: Riemann hält Foulelfmeter von Thomas Müller (44.)


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