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Achtelfinale erreicht Müller sorgt für Erleichterung

Der FC Bayern München hat vorzeitig das Achtelfinale der Champions League erreicht. Der Elf von Trainer Jupp Heynckes reichte dafür ein 1:1 (0:0) beim FC Valencia, das allerdings hart erkämpft war.

Stand: 21.11.2012
Ever Banega und Thomas Müller (r.) | Bild: picture-alliance/dpa

Die Bayern, die auch im vierten Anlauf nicht in Valencia gewinnen und spielerisch nicht überzeugen konnten, haben zwar die K.o.-Runde erreicht, müssen vor der abschließenden Partie am 5. Dezember gegen Bate Borissow aber noch um den angestrebten ersten Platz in der Gruppe F zittern. Um dieses Ziel zu erreichen, muss auch gegen die Bulgaren ein Sieg her. Das bessere Torverhältnis spricht noch für den FC Valencia. Für die vielleicht erfreulichste Nachricht aus Bayern-Sicht sorgte Mario Gomez, der kurz vor Ende der Partie eingewechselt wurde und nach mehrmonatiger Verletzungspause sein Pflichtspiel-Comeback feierte.

Ribéry und Badstuber zurück - Pizarro in der Startelf

Schon vor der Partie hatten die Bayern gleich doppelt durchschnaufen können: Erstens hatte der OSC Lille den Münchnern durch den 2:0-Auswärtserfolg bei Bate Borissow Schützenhilfe geleistet. Zweitens konnte Trainer Jupp Heynckes wieder auf die zuletzt angeschlagenen Franck Ribéry und Holger Badstuber zurückgreifen. Im Angriff setzte der Bayern-Coach überraschend auf Claudio Pizarro für Mario Mandzukic. Im defensiven Mittelfeld durfte in seiner Heimat der Spanier Javier Martinez neben Bastian Schweinsteiger ran.

Dominanter Beginn der Bayern

Javier Martinez

Obwohl nach dem Ergebnis von Borissow ein Unentschieden zum vorzeitigen Erreichen des Achtelfinales gereicht hätte, hatte Heynckes versprochen, auf Sieg spielen zu lassen. Entsprechend dominant begannen die Bayern, die die Spanier im eigenen Stadion kaum ins Spiel kommen ließen und schon früh störten. Bereits in der 5. Minute wurde es für Valencia erstmals gefährlich, doch Pizarro kam bei einer scharfen Hereingabe von Ribéry zu spät. Kurz darauf verfehlte ein Dante-Kopfball nach Ecke von David Alaba das Ziel.

Auch in der Folge blieben die Münchner meist am Drücker. Dem Spiel in die Spitze fehlte jedoch zunächst die Präzision. So war es erneut Dante nach einem Eckball, der Valencias Keeper Vicente Guaita zu einer Parade zwang (18.). Auf der anderen Seite hatte Manuel Neuer lange Zeit einen ruhigen Abend. Erst in der 32. Minute musste er den ersten gefährlichen Schuss der Gastgeber von Sofiane Feghouli abwehren.

Barragan fällt Alaba - Rot

Javier Martinez (l.) und Toni Kroos versuchen, Valencias Ever Banega zu stoppen

Negativer Höhepunkt der ersten Halbzeit war die glatte Rote Karte für den vorher schon verwarnten Antonio Barragan (33.): Der Spanier holte David Alaba im Mittelfeld brutal von den Beinen und durfte sich über den Platzverweis von Schiedsrichter Howard Webb aus England nicht beschweren.

Valencia macht in Unterzahl Dampf

Wer nun gedacht hätte, die Bayern würden ihre Routine nach der Pause ausspielen und die Überzahl nutzen, sah sich zunächst getäuscht. Der heimstarke FC Valencia erhöhte nun den Druck und machte Dampf. Die beste von gleich mehreren Chance vergab Roberto Soldado, der frei im Strafraum der Bayern auftauchte, den Ball aber übers Tor von Manuel Neuer drosch (63.).

Pech beim 0:1: Dante fälscht Feghoulis Schuss ab

David Alaba (r.) und Valencias Torschütze Sofiane Feghouli

Die Bayern brauchten 20 Minuten in der zweiten Halbzeit, bis sie sich wieder gefangen hatten. Dann war es zunächst Thomas Müller, der im Strafraum frei zum Schuss kam, den Ball aber nicht voll traf (64.) Sechs Minuten später zielte der gerade eingewechselte Mario Mandzukic bei einem Kopfball etwas zu genau und traf nur den Pfosten (70.). Als die Bayern gerade dachten, das Spiel wieder im Griff zu haben, folgte die kalte Dusche: Nach einem unberechtigten Freistoß für Valencia setzte Sofiane Feghouli in der 77. Minute zum Solo an, tanzte zwei, drei Bayern-Abwehrspieler aus und zog ab. Dante fälschte den Ball unhaltbar für Neuer zum 0:1 ab.

Gomez auf Müller - 1:1

Plötzlich drohte den Bayern wieder ein "Endspiel" am letzten Gruppenspieltag gegen Borissow. Doch Thomas Müller sorgte für kollektive Erleichterung bei den Gästen: In der 81. Minute markierte der Nationalspieler auf Vorlage des eingewechselten Gomez den verdienten 1:1-Ausgleich. Danach ließen die Münchner hinten nichts mehr anbrennen.

Klare Worte von Rummenigge: "Zu viel verwaltet"

"Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, mit dem Spiel nicht", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach der Partie. "Mir war das ein bisschen zu viel Spiel verwalten, ja es war fast ein bisschen langweilig. Wir müssen nun zulegen und den Schalter umlegen, damit uns nicht dasselbe passiert wie in der verganghenen Saison." Auch Torwart Manuel Neuer und Kapitän Philipp Lahm ärgerten sich über die vergebene Chance, Platz eins klarzumachen: "Wir hatten Überzahl, da müssen wir das cleverer ausspielen. Das ist uns heute die meiste Zeit nicht gelungen", so Lahm.

FC Valencia - FC Bayern München 1:1 (0:0)

Valencia: Guaita - Barragan, Rami, Costa, Cissokho - Costa, Parejo (75. Jonas) - Feghouli, Guardado (86. Valdez) - Banega (80. Albelda), Soldado
FC Bayern: Neuer - Lahm, Dante, Badstuber, Alaba - Martinez, Schweinsteiger - Thomas Müller, Toni Kroos (66. Shaqiri), Ribery (79. Gomez) - Pizarro (66. Mandzukic)
Tore: 1:0 Feghouli (77.), 1:1 Thomas Müller (82.)
Zuschauer: 50.000
Rot: Barragan (grobes Foulspiel/33.)
Schiedsrichter: Howard Webb (Rotherham)


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Thomas, Mittwoch, 21.November, 14:46 Uhr

3. Bayern ist 1., wenn ...

Hi,
da der direkte Vergleich zählt ist der FC Bayern 1., falls er gewinnt, egal wie hoch. Sollte Valencia gegen Lille gar nur unentschieden spielen oder verlieren, kann auch Bayern nur unentschieden spielen oder verlieren (unabhängig von der Höhe des Unentschiedens oder der Niederlage).
Mit dem im Moment besseren Torverhältnis des FC Valencia hat das nichts zu tun, das können die gerne behalten.

daniel, Dienstag, 20.November, 20:16 Uhr

2. neuer

Weltklasse

Bayern, Dienstag, 20.November, 12:25 Uhr

1. Neuer

So lang Neuer wieder keinen Patzer macht, schaut es gut aus.