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Champions League Mühsamer 1:0-Erfolg in Lille

Der FC Bayern hat sich beim OSC Lille einen 1:0-Sieg erkämpft. Das Team von Jupp Heynckes hatte das Spiel zwar im Griff, konnte gegen die Franzosen aber nicht wirklich glänzen. "Das war ein Arbeitssieg, aber auch solche Spiele muss man gewinnen," so Heynckes.

Stand: 23.10.2012
Djibril Sidibe gegen Franck Ribéry | Bild: picture-alliance/dpa

Der Auftritt im dritten Gruppenspiel der Champions League kein Highlight in der Geschichte des Rekordmeisters, doch am Ende hatte das Heynckes-Team die geforderten drei Punkte eingefahren. "Man muss sich auch mit so einer Leistung zufriedengeben. Wir haben unser Umschaltspiel nicht so umgesetzt, wie wir das sonst machen", fasste der Coach das Spiel zusammen. "Souverän schaut anders aus", der Kommentar von Franz Beckenbauer.

In der Tabelle der Gruppe F bleiben die Münchner mit sechs Punkten Dritter. Neuer Spitzenreiter mit ebenfalls sechs Zählern ist der FC Valencia durch das 3:0 (1:0) bei BATE Borissow, das punktgleich auf Platz zwei rangiert. Lille bleibt ohne Punkt das Schlusslicht.

Partie beginnt auf Augenhöhe

Sidibe gegen Ribéry

Gegen Lille schickte Heynckes die Formation auf den Platz, die gegen Düsseldorf den 5:0-Erfolg erzielt hatte. Nur Luiz Gustavo musste dem Millionenmann Javier Martinez weichen - für den Spanier war es der erste Einsatz von Beginn an. Die Bayern versuchten von Anfang an das Spiel zu kontrollieren, doch die Franzosen störten gut und vor allem frühzeitig die Aktionen der Gäste. Besonders Franck Ribéry, der in Lille drei Jahre in der Jugend gespielt hatte, wurde gut bewacht und gefoult. Der Franzose blieb jedoch unbeeindruckt und hoch motiviert, auch wenn die OSC-Fans seine Aktionen mit Pfiffen bedachten.

Digne foult Lahm

Im Gegenzug ließen auch die Münchner wenig Raum für die Aufbaubemühungen des Gegners im Mittelfeld. Die Schüsse aufs Tor - auf beiden Seiten nicht wirklich gefährlich. Den ersten Höhepunkt brachte ein Foul in der 20. Minute von Lucas Digne an Philipp Lahm. Der Schubser im Strafraum, der Lahm straucheln ließ, wurde mit einem Elfmeter bestraft.

Müller im Torjubel

Thomas Müller ließ sich die Chance nicht nehmen und schob das Leder an Mickaël Landreau vorbei ins Tor. Eigentlich die ideale Vorlage für die Bayern schnell den Anschlusstreffer zu setzten, denn die Franzosen mussten ihre Defensivstrategie lockern und sich öffnen. Doch wirklich nutzen konnten es die Münchner nicht, die das Spiel zwar im Griff hatten aber keine Torchancen herausspielten. Auch dem Meisterschaftsdritten gelang es nicht, den Ausgleich zu erzielen. Das Team von Rudi Garcia agierte oft zu ungenau und überhastet. Glück auch für den bayerischen Rekordmeister, der defensiv nicht immer gut stand.

Zweite Hälfte ohne Ribéry - Lille hält dagegen

Franck Beria gegen Franck Ribéry

Die zweite Halbzeit fand ohne Ribéry statt. Der 29-Jährige hatte zu viele Fouls abbekommen und wurde durch Xherdan Shaqiri ersetzt. Für die Franzosen ging es jetzt um alles oder nichts, denn bislang konnten sie in der Champions League noch keinen Sieg einfahren. Die Gastgeber unter Zugzwang und entsprechend risikofreudig unterwegs. Beim FC Bayern arbeitete man verzweifelt am Anschlusstreffer: Kroos (61.) versuchte es per Fernschuss und verpasste das Tor knapp. Kurz darauf wollte Müller per Flanke Mandzukic vor dem OSC-Tor bedienen. Doch auch diese Aktion blieb erfolglos. Ein Lichtblick dann in der 76. Minute. Müller rutschte zehn Meter vor dem Tor in die Vorlage von Lahm, drückte den Ball aber am rechten Pfosten vorbei. Im Gegenzug versucht es Mendes, seine Flanke ging auf De Melo, der den Luftkampf jedoch gegen Neuer verlor. Der Ausgleich war nicht unmöglich. Die Bayern machten es sich unnötig schwer und mussten bis zum Schluss zittern.

OSC Lille - Bayern München 0:1 (0:1)

Lille: Landreau - Sidibe, Beria, Chedjou, Digne - Balmont, Pedretti (90. Rozehnal), Martin - Kalou (56. Payet), De Melo, Roux (77. Mendes). Trainer: Garcia
München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Badstuber - Schweinsteiger, Martinez - Thomas Müller (84. Alaba), Toni Kroos (81. Luiz Gustavo), Ribery (46. Shaqiri) - Mandzukic.
Trainer: Heynckes
Schiedsrichter: Martin Atkinson
Tore: 0:1 Thomas Müller (20., Foulelfmeter)
Zuschauer: 49.000
Gelbe Karten: Sidibe, Pedretti (2), Digne (2) - Boateng, Martinez, Mandzukic, Shaqiri, Schweinsteiger
Erweiterte Statistik (Quelle: impire): Torschüsse: 9:8 Ecken: 2:7 Ballbesitz: 48:52 Prozent


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