Bayer Leverkusen - Greuther Fürth Fürth verliert mit 0:2
Das war nichts mit einem weiteren Auswärtspunkt. Die SpVg Greuther Fürth verlor gegen Bayer Leverkusen klar mit 0:2. Die Franken zeigten dabei eklatante Schwächen in der Offensive und liegen nun mit nur vier Punkten auf Platz 17.
Die Zuschauer erlebten einen gemächlichen Auftakt in Leverkusen. Bayer versuchte, das Heft in die Hand zu nehmen. Der Aufsteiger wollte aus einer gesicherten Abwehr heraus Nadelstiche durch Konter setzen. Bayer kontrollierte die Partie durch Ballbesitz, Fürth versuchte, aggressiv zu pressen. Die erste Chance gab es nach neun Minuten für Bayer Leverkusen: Toprak bediente links Bellarabi, der zunächst an Fürths Keeper Grün hängen blieb. Grün hielt die Kugel aber nicht fest, doch Kießling konnte dann den zweiten Ball nicht richtig weiterverarbeiten.
In der Folge störte die SpVgg sehr erfolgreich das Bayer-Angriffsspiel, das nicht auf Touren kam. Bayers Spielaufbau war viel zu behäbig, zu ideenlos und zu langsam. Bayer fiel nur durch Einzelaktionen auf. In der 26. Minute versuchte es Castro und zog einfach mal aus etwa 23 Metern ab - nur knapp streichte das Geschoss am Fürther Kasten vorbei. Die Kleeblättler beschränkten sich darauf, die Räume eng zu machen und das behäbige Aufbauspiel der Werkself zu zerstören. Bei eigenem Ballbesitz fiel Fürth allerdings auch nicht viel ein. Die erste echte Torchane für Fürth gab es in der 42. Minute: Nehrig wurde rechts im Bayer-Strafraum angespielt, zog ab - doch Leverkusens Torhüter Leno war auf dem Posten und parierte.
"Es ist in der ersten Halbzeit nicht gerade einfach gewesen. Fürth hat sehr gut, sehr kompakt in der eigenen Hälfte gestanden und uns kaum Raum gelassen. Wir haben viel zu langsam, viel zu behäbig gespielt. Nach der Pause haben wir es wesentlich besser gemacht und schneller und druckvoller gespielt und die Räume sehr effektiv genutzt."
Sascha Lewandowski, Trainer Bayer Leverkusen
Bayer bringt Joker Sam
Sidney Sam kam nach der Halbzeit-Pause für Karim Bellarabi in die Partie. Seine Einwechslung belebte das Leverkusener Angriffsspiel. In der 50. Minute war es auch Sam, der das 1:0 für die Werkself schoss. Schürrle schickte Sam steil, der ließ Kleine aussteigen, Nehrig kam zu spät. Ohne große Mühe schob der Joker den Ball an Grün vorbei ins lange Eck. In der 62. Minute dann das 2:0 - wieder durch den eingewechselten Sam. Carvajal setzte am rechten Flügel nach, spielte am Fürther Strafraum diagonal auf den Joker, und der ließ sich auch seine zweite Großchance nicht entgehen, netzte wieder ins lange Eck ein.
Fürth agierte in Richtung Leverkusener Tor trotz des Rückstandsviel zu ängstlich. Es sah so aus, als ergäben sich die Fürther in ihr Schicksal. Bayer hatte nach dem 2:0 die Partie voll im Griff. Im zweiten Durchgang schossen die Franken nicht einmal ernsthaft aufs Bayer-Tor.
"Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit stehen wir ohne Punkte da, das ist ärgerlich. Bayer hat auf Fehler gelauert, leider haben wir ihnen das 1:0 an die Hand gegeben. Auch beim zweiten Tor haben wir tatkräftig mitgeholfen, unsere mangelnde Kommunikation ist gnadenlos ausgenutzt worden. Wir müssen weiter hart arbeiten und die einfachen Fehler minimieren."
Mike Büskens, Trainer SpVgg Greuther Fürth
Bayer Leverkusen - SpVgg Greuther Fürth 2:0 (0:0)
Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Kadlec - Rolfes - Lars Bender, Castro - Bellarabi (46. Sam), Schürrle (81. Hosogai) - Kießling (88. Junior Fernandes).
Trainer: Lewandowski
Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Pekovic (74. Baba) - Petsos (19. Azemi), Fürstner - Prib - Sararer, Edu
Trainer: Büskens
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Tore: 1:0 Sam (51.), 2:0 Sam (62.)
Zuschauer: 25.798
Gelbe Karten: Lars Bender - Pekovic (2

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