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Niederlage für FCI Schanzer verlieren in Berlin ein "typisches 0:0"-Spiel

Der FC Ingolstadt hat in einer schwachen Partie bei Hertha BSC eine Niederlage kassiert. Die Schanzer fahren mit einer 1:2-Pleite und einem dicken Hals zurück nach Ingolstadt.

Stand: 19.03.2016

Marvin Plattenhardt (Hertha 21) Max Christiansen (19, FCI) Vladimir Darida | Bild: imago/Stefan Bösl

Hertha BSC bleibt auch im neunten Heimspiel in Folge ohne Niederlage. Doch von der Berliner Heimstärke war lange wenig zusehen. Der FCI stellte mit seinem unangenehmen Pressing die Gastgeber vor größte Probleme - Berlin schob sich in der eigenen Hälfte die Bälle zu. Der Ball gelangte so kaum einmal in Strafraumnähe. Beide Teams warteten auf einen Fehler des anderen, ein unterhaltsames Fußballspiel sieht anders aus. Kurz vor Ende der ersten Hälfte dann doch mal ein Torschuss: Ramazan Özcan konnte einen Kopfball von Salomon Kalou gerade noch so mit seinen Fingern über das Tor lenken.

"Eigentlich war das heute ein typisches 0:0-Spiel. Wir haben es lange geschafft, gegen eine sehr starke Mannschaft wenig zuzulassen. Am Ende ist das 1:2 sehr, sehr bitter."

FCI-Trainer Ralph Hasenhüttl

1:0 geht Foul voraus

In der zweiten Hälfte pressten die Ingolstädter nicht mehr so hoch und zogen sich in die eigene Hälfte zurück. Das Spiel plätscherte weiter so vor sich hin. In der 54. Minute fiel dann doch eher überraschend der Führungstreffer der Hertha: Dario Lezcano verlor den Ball im Mittelfeld nach einem nicht geahndeten Foul von Per Ciljan Skjelbred , die Berliner überbrückten das Mittelfeld mit drei Pässen. Am Ende stand Genki Haraguchi, der den Ball aus wenigen Metern in die Maschen schob. Die anschließenden Proteste der Ingolstädter Spieler und von Trainer Ralph Hasenhüttl nutzten nichts, das Tor zählte.

Das 2:0 in der 69. Minute fiel dagegen regelkonform: Vladimir Darida passte auf die rechte Seite zu Haraguchi, der schlug aus vollem Lauf eine präzise Flanke auf den langen Pfosten, wo Kalou nur noch eindrücken musste. Doch wer glaubte, dass sei die Entscheidung gewesen, der irrte. Denn der FC Ingolstadt wachte nach dem 2:0 auf, und suchte endlich auch mal den Weg nach vorne: Almog Cohen (kam für Moritz Hartmann) mit einer Flanke von links, in der Mitte tauchte der mittlerweile für Lezcano eingewechselte Lukas Hinterseer mutterseelenallein am Fünfer auf. Berlins Torhüter Jarstein war an seinem Kopfball zwar noch dran, aber von seinen Fingern rollte die Kugel über die Torlinie (75. Min.). Jetzt kam doch noch Spannung im Berliner Olympiastadion auf. Ingolstadt drängte auf den Ausgleichstreffer. Doch die Berliner konnten sich vom Ingolstädter Druck befreien und ihre drei Punkte verteidigen. Hertha bleibt damit auf Champions League-Kurs.

Hertha BSC - FC Ingolstadt 2:1 (0:0)

Berlin: Jarstein - Weiser, Niklas Stark, Brooks, Plattenhardt - Skjelbred, Cigerci - Haraguchi, Darida (86. Baumjohann), Kalou (90.+2 van den Bergh) - Ibisevic (85. Hegeler)
Trainer: Dardai
Ingolstadt: Özcan - da Costa, Bregerie, Marvin Matip, Bauer - Christiansen (75. Morales), Roger, Groß - Leckie, Hartmann (70. Cohen), Lezcano (58. Hinterseer)
Trainer: Hasenhüttl
Schiedsrichter: Patrick Ittrich


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