Sport - Fußball


8

FC Ingolstadt 04 Dortmund bei 2:0-Sieg im Glück

Immer wieder diese Schiedsrichter ... der FC Ingolstadt fühlte sich bei der 0:2-Niederlage bei Borussia Dortmund vom Referee mehr als einmal ungerecht behandelt. Am Ende stand ein glücklicher Sieg für den BVB.

Stand: 30.01.2016

Spielszene Borussia Dortmund - FC Ingolstadt | Bild: picture-alliance/dpa

Die Sicht der Ingolstädter war diese: Einen Elfer nicht bekommen, ein Dortmunder Eigentor aberkannt und beim 0:1 eine Abseitsstellung des zweifachen Torschützen Pierre-Emerick Aubameyang übersehen - die Liste der umstrittenen Entscheidungen von Schiedsrichter Guido Winkmann, die allesamt zu ungunsten der Ingolstädter ausfielen, war lang. Doch es nützt alles nichts: Nach 90 Minuten zeigte die Anzeigetafel ein 2:0 für Borussia Dortmund. Aufsteiger FC Ingolstadt war vor ausverkauftem Haus (81.359 Zuschauer) ein gleichwertiger Gegner, sammelte wieder mal viele Komplimente, fuhr aber ohne Punkte nach Hause.

"Ich finde, es ist schade, wenn eine Mannschaft so ehrlich und aufopferungsvoll kämpft, sie dann aber kaputtgepfiffen wird."

Ingolstadts Keeper Ramazan Özcan

Der Tabellenzweite aus Dortmund, bei dem die Nationalspieler Marco Reus und Ilkay Gündogan (beide mit Magen-Darm-Infekt) kurzfristig ausfielen, tat sich extrem schwer gegen unangenehme Gäste. Ralph Hasenhüttl konnte bis auf den gelbgesperrten Pascal Groß aus dem Vollen schöpfen und überraschte mit drei nominellen Angreifern in der Startaufstellung. Die Botschaft: Die Gäste wollten sich hier nicht hinten reinstellen, sondern ihre Chance auch im Spiel nach vorne suchen. Und genauso lief es dann auch. Die Schanzer ließen die Schwarz-Gelben nicht ins Spiel kommen und setzten selber den einen oder anderen Nadelstich nach vorne. 

Lezcano hat Führung auf dem Fuß

Winter-Neuzugang Lezcano hatte in der 28. Minute sogar die große Chance zur 1:0-Führung für den FCI. BVB-Verteidiger Mats Hummels unterschätzte einen langen Ball. Der Ingolstädter Angreifer war schon durch und hatte nur noch Torwart Roman Bürki vor sich, als Hummels in allerletzter Sekunde doch noch einen Fuß dazwischen bekam und diese Chance vereitelte. FCI-Coach Ralph Hasenhüttl reklamierte Foulspiel und hätte gerne einen Elfmeter bekommen. Die Pfeife von Schiedsrichter Guido Winkmann blieb aber stumm.

Aber auch der BVB hatte noch Chancen zum 1:0. Pierre-Emerick Aubameyang prüfte FCI-Keeper Ramazan Özcan in der 34. Minute, den Abpraller brachte Sergio Ramos, für den erkrankten Marco Reus in der Startelf, nicht unter Kontrolle. Kurz vor der Pause musste Özcan dan noch einen Freistoß von Henrikh Mkhyitaryan parieren.

BVB-Eigentor zählt nicht - Aubameyang schlägt zu

Wieder mit einem Doppelpack: Pierre-Emerick Aubameyang

Auch nach dem Wechsel kein wesentlich anderes Bild: Ingolstadt machte den Hausherren das Leben richtig schwer. Sie störten früh. Den Dortmundern war anzumerken, dass es gegen diese Ingolstädter keinen großen Spaß macht. Es sprangen kaum zwingende Chancen für den Tabellenzweiten heraus. Die beste hatte in der 55. Minute noch Ramos, der den Ball nach einer Hereingabe von Mkhyitaryan nicht richtig traf und ihn dem stets aufmerksamen Özcan in die Arme schoss. Zehn Minuten später hatten die Gäste dann schon den Torschrei auf den Lippen: Mats Hummels hatte in großer Bedrängnis eine Rückgabe unhaltbar über seinen eigenen Torwart Bürki gelobbt. Allerdings: Lezcano hatte den Nationalverteidiger wohl leicht am Fuß getroffen, der Treffer zählte nicht.

Danach kam es, wie es kommen musste. Man weiß ja: Aubameyang, Führender in der Bundesliga-Torschützenliste, braucht nicht viele Chancen, um ein Tor zu machen. In der Schlussphase gelangen ihm gleich zwei Treffer, seine Saisontore 19 und 20. Zunächst per Kopf aus allerdings stark abseitsverdächtiger Position (77.). Neun Minuten später sorgte der Gabuner dann nach Vorarbeit von Gonzalo Castro mit einem trockenen Linksschuss ins lange Eck für die Entscheidung.

Borussia Dortmund - FC Ingolstadt 04 2:0 (0:0)

Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Hummels, Durm - Ginter, Weigl (55. Leitner) - Ramos (68. Pulisic), Kagawa (55. Castro), Mchitarjan - Aubameyang. - Trainer: Tuchel
Ingolstadt: Özcan - da Costa, Marvin Matip, Hübner, Bauer - Christiansen, Roger, Morales - Hartmann (71. Lex), Lezcano (88. Cohen), Leckie (84. Bregerie). - Trainer: Hasenhüttl
Tore: 1:0 Aubameyang (77.), 2:0 Aubameyang (86.)
Zuschauer: 81.359 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Erweiterte Statistik:
Torschüsse: 11:5
Ecken: 4:1
Ballbesitz: 63:37 Prozent


8