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Unruhe beim FC Bayern Rummenigge, Hoeneß, Lewandowski und die Uneinigkeit

Ein kritisches Interview von Robert Lewandowski sorgt beim FC Bayern kurz vor dem Start in die Champions-League-Saison für Ärger. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist sauer auf den Torjäger und dessen Berater. Präsident Uli Hoeneß zeigt dagegen Verständnis.

Stand: 11.09.2017

Karl-Heinz Rummenigge | Bild: picture-alliance/dpa

Der Bayern-Boss hat Torjäger Robert Lewandowski für seine Interview-Aussagen zurechtgewiesen und Konsequenzen bei öffentlicher Kritik angekündigt. "Ich bedauere seine Aussagen. Schon in der Rückrunde hatte er nach dem Freiburg-Spiel unzutreffende Vorwürfe gegen die Mitspieler erhoben, dass er nicht genügend unterstützt worden wäre", sagte der Vorstandschef des deutschen Fußball-Rekordmeisters der "Bild"-Zeitung kurz vor dem Start in die neue Champions-League-Saison.

Lewandowski hatte zuvor im "Spiegel" in einem nicht vom Verein autorisierten Interview die Transferpolitik der Münchner kritisiert. Der Pole forderte seinen Arbeitgeber auf, mehr Geld als bisher für Top-Neuzugänge auszugeben und erklärte, Transfersummen wie die 41,5 Millionen Euro für Corentin Tolisso seien im internationalen Vergleich "eher Durchschnitt als Spitzenwert".

"Das eigentliche Problem am Wochenende war nicht das Interview von Robert Lewandowski im Spiegel, sondern dass wir in Hoffenheim sehr, sehr schwach gespielt und verloren haben. Das beschäftigt mich."

FCB-Präsident Uli Hoeneß

"Wer öffentlich kritisiert, kriegt Stress mit mir"

Rummenigge hält Lewandowskis Berater Maik Barthel für den Initiator des Interviews. "Das Interview ist bewusst am FC Bayern vorbei organisiert worden. Er schadet damit Robert", sagte Rummenigge. Er sehe auch die Macht der Spieler "nicht so groß, wie Lewandowski mit Blick auf seinen Vertrag auch feststellen kann. Er hat bis 2021 ohne Ausstiegsklausel unterschrieben." Über eine mögliche Strafe für den Torjäger äußerte sich der Bayern-Boss nicht. Sportdirektor Hasan Salihamidzic habe aber bereits ein Gespräch mit Lewandowski geführt. "Wer öffentlich den Trainer, den Verein oder die Mitspieler kritisiert, kriegt ab sofort Stress mit mir persönlich", fügte Rummenigge hinzu.

Auch Lewandowskis Unmut über die Werbetouren der Münchner im Sommer konterte der Vorstandschef. Lewandowski hatte die hohe Belastung durch die Reisen nach Asien und in die USA beklagt und zudem bezweifelt, "dass sie für die Vermarktung einen großen Nutzen haben". Rummenigge indes bemerkte: "Wenn Lewandowski sich über die Asien-Reise beschwert, die wir machen, sollte er wissen, dass sein vermeintlicher Traumverein Real Madrid im Sommer 24 Tage in der Hitze unterwegs war - doppelt so lange wie wir."

Hoeneß: "Spieler sollen gut spielen"

Präsident Uli Hoeneß ging weniger hart mit Lewandowski ins Gericht. "Ich finde es immer gut, wenn sich ein Spieler Gedanken macht und Sorgen macht um seinen Verein", sagte Hoeneß am Montag (11.09.17) am Rande eines FC-Bayern-Basketball-Termins am Münchner Flughafen: "Das spricht für ihn." Allerdings unterstrich er auch deutlich: "Die Spieler sind in erster Linie dafür da, gut zu trainieren, gut zu spielen und die Leute zu begeistern."

Die Aussagen von Karl-Heinz Rummeniggee relativierte Hoeneß. Rummenigge habe in seiner Replik auf das Lewandowski-Interview nicht den Spieler, sondern vor allem dessen Berater ins Visier genommen und "ziemlich ausgewogen" reagiert: "Gegen Robert Lewandowski habe ich überhaupt keine große Kritik gesehen, eher gegen den Berater."


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S. Kruck, Dienstag, 12.September, 16:39 Uhr

11. Uneinigkeit beim FC Bayern

Der ins Netz gestellte Video-Clip (Interview Uli Hoeneß) sagt bereits das Wesentliche aus. Meine freie Interpratation und Deutung zu den aktuellen Vorgängen: Ein "Pups" macht noch keinen Sandstuurm! In der Tat, da0 bescheidene auftreten in Hoffengheim, wie das mehr als schlechte Resultat für den FCB, daß idie einzige "Baustelle" die es zu bearbeiten gilt. Denke mal, daran wird man geimensam fleißig arbeiten. Den Vertretern von Medien, gleich welcher Art und Gattung, empfehle ich deutlich weniger Aufgeregtheit und einzig und allein seriöses arbeiten und berichten - weg von Vermutungen und oder Spekulationen. Bereits Heute, kann der FC Bayern (s)eine Geschlossenheit wie auch Entschlossenheit zeigen und zwar auf dem Platz daheim.

Heinrich, Dienstag, 12.September, 10:37 Uhr

10. Premier League und Primera División

In der englischen Liga bekommt der Tabellen-Letzte mehr Geld durch Fernseheinnahmen, als der FCB. Und auch in Spanien ist finanziell der Fußball aus dem Ruder gelaufen.

Nun bekommen die Spieler dort Angebote, die kein deutscher Verein machen kann. Und als Spieler ist es nicht verwerflich dies anzunehmen, denn der Stern sinkt schnell.

Nun trifft der ein oder andere Stürmer nicht mehr so wie gewohnt, und damit fällt dem Verein in Kombination mit öffentlicher Kritik die Entscheidung eines Weggangs leichter.

Andererseits kann man auf manche Spieler nicht verzichten, denn der Trainer spielt partout nur mit einer Spitze, und macht damit das Spiel auch sehr durchschaubar.

Nun ist der FCB derzeit hinter Dortmund, Hoffenheim, Hannover, Lepzig und Schalke nur auf Platz sechs. Kein Wunder, dass in München nur Galle serviert wird. Einerseits sind noch 29. Spieltage offen, aber was in den drei Spielen präsentiert wurde ist eher Mittelmaß.

Also so ganz ungerechtfertigt ist es nicht.

Matthias, Montag, 11.September, 22:00 Uhr

9. Und nun bei den Bayern

Ich werde das Gefühl nicht los, dass da ein Berater und/oder der Spieler in Kürze den Verein verlassen wollen. Man kann ja mal beim BVB anrufen, wie es vor dem Wechsel Lewandowskis zu den Bayern war. Plötzlich wurde mehr kritisiert als je zuvor, obwohl sich an den guten Rahmenbedingungen nichts geändert hatte. Und bei den Bayern ist es doch ähnlich für ihn. Er dürfte gut bezahlt werden.

Tobschall Manfred, Montag, 11.September, 21:27 Uhr

8. Unruhe beim FC Bayern

Höchste Achtung und Respekt vor den Spielregeln des Primus.....aber kaum , dass jemand mal mit seiner Meinung ehrlicher ist als der Vorstand, herrscht Panik im Verein .....und jeder hat das nicht gesagt oder doch nicht gesagt oder besser vielleicht doch nicht so verstanden, wie der andere das gesagt oder vielleicht doch oder nicht doch so gemeint hat....typisch FCB!!! Macht weiter so....dann werdet Ihr wieder Meister!

Bernd , Montag, 11.September, 19:00 Uhr

7. Unruhe beim FC Bayern

Es ist immer von grosser wichtigkeit eine gut formulirte und gemaesigde Meinung zu haben ganz besonders wenn jemanden eine verantwortung hat wie Lewandovsky in der Bayern Manschaft. Es waere grauenhaft wenn man Sportpersoenlichkeiten das zu untertruecken dann waeren wir da wo Staatlich wie auch Korporaetisch die Sportler unterdrueckt jeden tag stadfinded siehe Russland oder China zum Beispiel das sind alles Saatlich abgesprochene Interviews eine Schande .Freies Denken und freier wille wird immer noch das beste aus den Athleten herausholen.