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FC Bayern München Im Schongang zum Startrekord

Siebter Sieg im siebten Spiel - der FC Bayern München hat den Bundesliga-Startrekord eingestellt. Den 2:0 (1:0)-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim spielte der Rekordmeister im Schongang heraus. Zwei Treffer von Franck Ribéry besiegelten den ungefährdeten Erfolg.

Stand: 06.10.2012
Franck Ribéry beim Torjubel | Bild: picture-alliance/dpa

Sieben Siege zum Start gelangen außer den Münchnern (1995/96) bisher nur dem 1. FC Kaiserslautern (2001/02) und dem FSV Mainz 05 (2010/11). Da die Münchner mit nunmehr 21:2 Toren aber im Vergleich die beste Tordifferenz aufzuweisen haben, gehört ihnen der Startrekord streng genommen alleine. Viel wichtiger dürfte den Münchnern aber sein, dass mit dem Erfolg die Diskussionen um den Streit zwischen Trainer Jupp Heynckes und Matthias Sammer abgehakt sind.

Torpremiere für Ribéry

Zwei, die sich mögen: die Trainer Jupp Heynckes und Markus Babbel

Der Rekordmeister bezwang 1899 Hoffenheim, deren verunglückter Spieler Boris Vukcevic weiter im Koma liegt und um sein Leben kämpft, souverän, aber ohne Glanz. Ribéry traf zum ersten Mal in dieser Saison in der Liga - und das gleich doppelt (19., 47.). Damit bescherte der Franzose, der sich im Vorfeld noch mit Oberschenkelproblemen herumgeplagt hatte, den Münchnern einen ruhigen Wiesn-Besuch am Sonntag. Hoffenheim konnte auch das neunte Duell gegen die Bayern nicht gewinnen und bezog nach drei Spielen mit sieben Punkten die vierte Saison-Niederlage.

Bemüht nach der Pleite von Borissow

Die Bayern waren vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena sichtlich bemüht, die peinliche Pleite in der Champions League am Mittwoch bei Bate Borissow (1:3) und die negativen Begleiterscheinungen mit dem Zwist zwischen Heynckes und Sammer vergessen zu machen. Ohne Arjen Robben, dafür aber wieder mit Bastian Schweinsteiger (für Luiz Gustavo) und dem überragenden Ribéry setzten sie Hoffenheim vom Start weg unter Druck. Hoffenheim versuchte aus einer kompakten, vom äußerst aggressiven Zweikämpfer Sebastian Rudy geordneten Defensive zu Gegenstößen zu kommen, was jedoch selten gelang.

Thomas Müller verletzt ausgewechselt

Xherdan Shaqiri (l.) - hier gegen Fabian Johnson - kam für den verletzten Thomas Müller

Nach Vorarbeit von Rudy und Fabian Johnson köpfte Firmino bei der einzigen Gelegenheit der Gäste vor dem Seitenwechsel über das Tor (22.). Ribéry schoss 1899-Torwart Koen Casteels beim 1:0 den Ball von halblinks zwischen den Beinen hindurch, die Vorarbeit hatte Thomas Müller geleistet. Müller musste sechs Minuten später für Xherdan Shaqiri raus, weil er in der 5. Minute im Luftkampf den Ellenbogen von Mario Mandzukic abbekommen und dabei eine blutende Wunde unter dem linken Auge erlitten hatte. Unter den besorgten Blicken von Bundestrainer Joachim Löw musste auch Bayern-Kapitän Philipp Lahm nach einem Tackling gegen den früheren Münchner Takashi Usami behandelt werden, er machte aber weiter.

Harmlose Hoffenheimer ohne große Gegenwehr

Nach dem 1: 0 gaben die Bayern Sammer erneut etwas Anlass, von einem "lätschernen" Auftritt zu sprechen, ohne dass 1899 daraus Kapital schlagen konnte. Toni Kroos, Mandzukic und Ribéry dagegen hätten die Führung noch vor der Pause beruhigender gestalten können, verfehlten aber das Tor. Nach dem Seitenwechsel dauerte es jedoch keine zwei Minuten, ehe Ribéry nach einem Querpass von Kroos mit einem Schlenzer ins rechte obere Toreck die Zweifel beseitigte. 1899-Trainer Markus Babbel versuchte mit den neuen Offensivkräften Eren Derdiyok, Kevin Volland (jeweils 63.) und Stephan Schröck (73.) noch einmal Impulse zu setzen. An der Dominanz der Bayern änderte das freilich nichts. Javi Martinez hätte per Kopf nach Shaqiri-Flanke beinahe das 3:0 erzielt (73.).

FC Bayern München - 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0)

FC Bayern: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Badstuber - Martinez (86. Luiz Gustavo), Schweinsteiger - Thomas Müller (26. Shaqiri), Toni Kroos, Ribery (89. Rafinha) - Mandzukic
Hoffenheim: Casteels - Beck, Delpierre, Compper, Johnson - Williams, Rudy - Ochs (73. Schröck), Usami (63. Volland) - Joselu (63. Derdiyok), Firmino
Tore: 1:0 Ribéry (19.), 2:0 Ribéry (47.)
Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Obertshausen)


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