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Europäische Klub-Vereinigung Karl-Heinz Rummenigge gibt ECA-Vorsitz ab

Karl-Heinz Rummenigge beendet nach fast zehn Jahren seine Tätigkeit an der Spitze der europäischen Fußball-Clubvereinigung ECA. Der 61-Jährige will sich auf seine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern konzentrieren.

Stand: 10.08.2017

Karl-Heinz Rummenigge, spricht bei einer Eröffnung der ECA-Vollversammlung | Bild: dpa-Bildfunk/Salvatore Di Nolfi

Rummenigge informierte seine Vorstandskollegen bei einer ECA-Sitzung in Madrid, dass er im kommenden Monat nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidieren werde. Am 5. September stehen in Genf die nächsten Vorstandswahlen der ECA an. Dann muss auch ein Nachfolger von Rummenigge bestimmt werden.

"Die ECA ist die Stimme der Vereine im europäischen Fußball."

Karl-Heinz Rummenigge

"Rückzug, weil ich es Ernst meine"

Für ihn sei der Moment gekommen, "die Verantwortung weiterzureichen", begründete Rummenigge seine Entscheidung. "Ich habe immer die Meinung vertreten, dass Ämter immer nur auf Zeit vergeben werden, mein Rückzug jetzt soll auch zum Ausdruck bringen, dass ich es damit ernst meine", äußerte sich der scheidende Vorsitzende.

Versicherung, Solidarität und Einfluss auf die UEFA

Zu den unter ihm erreichten Errungenschaften zählt, dass die Profis nun bei allen Länderspielen versichert sind und die Vereine für die Teilnahme ihrer Profis an WM- und EM-Turnieren Kompensationszahlungen erhalten. Über allem steht für Rummenigge aber die Solidarität der europäischen Vereine. Die ganz großen Klubs wie Champions-League-Sieger Real Madrid stünden demnach partnerschaftlich zu den kleineren Vereinen wie beispielsweise UE Sant Julia aus Andorra. Unter Rummenigges Führung hat die ECA in den vergangenen Jahren auch immer mehr Einfluss im europäischen Vereinsfußball gewonnen. Sie verfügt inzwischen sogar über zwei Sitze im Exekutivkomitee der UEFA.

Chef vom ersten Moment an

Rummenigge führte die ECA seit der Gründung 2008 an und wurde dreimal in dieser Position bestätigt. Die Organisation ist in der Zeit auf 220 Mitglieder angewachsen. Aus der Bundesliga gehören ihr neben dem FC Bayern unter anderen Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Schalke 04 an.


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