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Haus in München Baut Nagelsmann für seine Bayern-Zukunft vor?

Die Kritik an Bayern-Trainer Carlo Ancelotti will nicht verstummen, Fans diskutieren schon über die Nachfolge. Wunschkandidat vieler: Julian Nagelsmann. Passenderweise baut der Hoffenheim-Trainer gerade ein Haus in München und bekundet sein Interesse am FCB.

Stand: 12.09.2017

Julian Nagelsmann | Bild: picture-alliance/dpa

Erst am vergangenen Samstag bezwang Julian Nagelsmann mit 1899 Hoffenheim den FC Bayern mit 2:0. In Pflichtspielen gegen den Rekordmeister bleibt der jüngste Bundesligacoach damit ungeschlagen. Der Rekordmeister wirkt nach der ersten Saisonpleite angeschlagen, Trainer Ancelotti steht in der Kritik. Und ausgerechnet jetzt äußert Nagelsmann in einem Interview mit "Eurosport" einmal Trainer der Bayern sein zu wollen. "Der FC Bayern spielt in meinen Träumen schon eine etwas größere Rolle. Ich habe viele Jahre in München gelebt, komme aus Landsberg am Lech. Meine Frau und mein Kind ziehen demnächst nach München. Wir bauen dort ein Haus", sagte der 30-Jährige.

Mit rotem Mantel in der Allianz Arena: Julian Nagelsmann während des Pokalspiels zwischen dem FCB und Borussia Dortmund

Das sei seine Heimat, fügte er an. Völlig abhängig vom FC Bayern werde er seine Karriere und sein Glück aber nicht bewerten, betonte Nagelsmann. "Ich bin sehr, sehr glücklich in meinem Leben. Der FC Bayern würde mich noch ein Stück glücklicher machen. Aber es ist nicht so, dass mein Lebensglück total vom FC Bayern abhängt", sagte der Trainer, der in seiner Jugend beim TSV 1860 München spielte.  Bisher kennt Nagelsmann in seiner Laufbahn nur eine Richtung: nach oben. Ein Wechsel von Hoffenheim zu einem größeren Klub erscheint da nur als logischer nächster Schritt. Das wissen die Verantwortlichen im Kraichgau.

Ancelotti wehrt sich gegen Kritik

Denn schon seit längerem fällt immer wieder der Name des Oberbayern, wenn es um die Nachfolge Ancelottis geht. Der Italiener hat einen Vertrag bis 2019, steht nach einer ersten Saison mit dem Gewinn des Meistertitels und dem vorzeitigen Aus in DFB-Pokal und Champions League in der letzten Saison aber bereits unter Zugzwang. Unmutsbekundungen wie zuletzt von Weltmeister Thomas Müller befeuerten zuletzt eine öffentliche Debatte um Ancelotti, der von den Bayern-Bossen aber weiter volle Rückendeckung genießt. "Die Kritik ist zu viel. Ich bin es gewohnt, kritisiert zu werden, aber um ehrlich zu sein, ist es zu viel. Ich bin nicht von gestern", erklärte der Italiener dem TV-Sender Sky.


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