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FC Bayern verulkt Ronaldo-Gerücht "Ente des Tages" und eine Spur nach Paris

Cristiano Ronaldo zum FC Bayern München? Eine muntere Medienspekulation der vergangenen Woche verwies Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge deutlich ins "Reich der Fabel". Den vermeintlich Umworbenen soll es ganz woanders hinziehen.

Stand: 19.06.2017

FC Bayern-Badeente | Bild: picture-alliance/dpa

Es kommt nicht oft vor, dass der FC Bayern München in der regelmäßig von Transferspekulationen bestimmten Wechselzeit im Sommer zu einzelnen Personalien Stellung bezieht. Im Falle von Cristiano Ronaldo sahe sich der Rekordmeister doch gezwungen, Klartext zu reden - wenn auch mit einem gewissen Humor.

Auf seiner Website präsentierte der Verein "Die Ente des Tages für das Ronaldo-Gerücht", mit einer roten Badeente mit FC Bayern-Schal und Logo illustriert. "Wir sind es ja gewohnt, dass in der Transferperiode intensiv über mögliche Zu- oder Abgänge spekuliert wird. In der Regel kommentieren wir diese Gerüchte nicht", wird Rummenigge dort zitiert: "Aber jetzt, im Fall Cristiano Ronaldo, möchten wir doch ein- für allemal klarstellen, dass dieses Gerücht jeglicher Grundlage entbehrt und in das Reich der Fabel verwiesen werden muss."

Wendet sich Madrid von Ronaldo ab?

Wer bietet mit? Cristiano Ronaldo will Real Madrid offenbar verlassen.

Ronaldo soll offenbar vor dem Absprung bei Real Madrid sein, weil ihm von der Staatsanwaltschaft in Madrid vorgeworfen wird, Steuern in Höhe von 14,7 Millionen Euro mittels Offshore-Unternehmen hinterzogen zu haben. In Madrid rechnen Medien und Fans fest mit einem Abgang des polarisierenden Stürmerstars. "Niemand wird Cristiano Ronaldo nachweinen, weil seine Beziehung mit dem Bernabéu mehr kommerziell als sentimental war", heißt es in einem Kommentar der Real-nahestehenden "Marca". In einer Umfrage der Sportzeitung "As" gaben 81 Prozent von rund 7.500 Teilnehmern an, dass sie kein Verständnis für Ronaldos Haltung haben.

Ronaldo schweigt beharrlich

Von Cristiano Ronaldo selbst ist derzeit nichts zu hören, obwohl er derzeit mit der portugiesischen Nationalmannschaft in Russland spielt. Nach dem 2:2 Portugals gegen Mexiko war Ronaldo nicht wie obligatorisch als "Man of the Match" zur Pressekonferenz erschienen. Der Fußball-Weltverband FIFA erklärte, dass der portugiesische Verband eine medizinische Behandlung für den Mannschaftskapitän als Grund des Fehlens angegeben habe. Dies gelte als "relevante Begründung". Erkennbare gesundheitliche Probleme gab es beim Weltfußballer während der Partie nicht.

Paris oder Manchester

Solange Ronaldo schweigt, dürften die Spekulationen in den Medien kaum enden. Die neuesten nach dem deutlichen Bayern-Dementi: Der Radiosender "Onda Cero", nach Reichweite immerhin die Nummer zwei bis drei in Spanien, will wissen, dass Portugal-Verteidiger Pepe versucht, Ronaldo zu einem gemeinsamen Wechsel zu Paris St. Germain zu überzeugen. Die britischen Boulevardblätter hoffen dagegen auf eine Rückkehr zu Manchester United. "Ich soll dafür alles Notwendige unternehmen", wird Ronaldo-Berater Jorge Mendes sogar zitiert.

Spekulationen zwar, aber zumindest die einzig logischen im sommerlichen Transferwahnsinn. Bei einem Gesamtvolumen von bis zu 400 Millionen Euro Ablöse und Gehalt wäre ein Ronaldo-Transfer von anderen Klubs wohl ohnehin kaum realisierbar. Und nach China, so hört man die Spekulanten, will Cristiano Ronaldo nicht.


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Kommentare

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KD, Montag, 19.Juni, 20:52 Uhr

5.

Wieso eigentlich nicht Bayern, als Steuerhinterzieher hätte er doch irgendwie da rein gepasst...

Höfling G., Montag, 19.Juni, 17:03 Uhr

4. Kommentar

Es ist nicht nur Ronaldo,der Steuern hinterzieht.Auch bei den deutschen Vereinen wird betrogen.Nur Schade,das man nicht gegen die Betrüger vorgeht. Warum? Stecken da auch Parteien dahinter?

Bayern-Fan, Montag, 19.Juni, 16:36 Uhr

3. "Ente des Tages"

"Ente des Tages" ? Wurde er nicht schon bei Hoeneß zu Hause gesehen? Der Kaiser war auch vor Ort. Da geht was!

Manfred Edbauer, Montag, 19.Juni, 15:44 Uhr

2. Ronaldo und die Steuer

Wenn einer seine Steuern nicht bezahlt hat, dann gehört der in den Knast.
Noch dazu in Spanien, wo viele nicht wissen, wovon sie Leben sollen!
Darum hatte ich auch mit dem Uli Höneß kein mitleid! (Alter Jammerer)
Ich muß für jeden Cent, den ich einnehme, meine Steuer abführen!

Arbed, Montag, 19.Juni, 15:44 Uhr

1. 1860 soll's sein

Aus gut unterrichteten Kreisen verlauritet, Ronaldo interessiere sich für 1860 München. Geld spiele dabei für ihn keine Rolle. Es gehe ihm vielmehr als Gegenstück zur vermeintlichen Steuerhinterziehung um einen Akt der Fußball-Nächstenliebe. Das wärs doch und die Bayern würden staunen.