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FC Bayern Thomas Müller: "Mit uns ist nicht zu spaßen"

Der FC Bayern hat gleich zum Rückrundenauftakt eine Botschaft an die Konkurrenz gesendet. Man habe zeigen wollen, dass mit dem Rekordmeister "nicht zu spaßen sei" sagte Thomas Müller. Sein Fazit: "Auftrag erfüllt". Doch nicht nur er sieht noch Schwachstellen.

Stand: 13.01.2018

Fußball: Bundesliga, Bayer Leverkusen - Bayern München, 18. Spieltag - Thomas Müller | Bild: dpa-Bildfunk/Bernd Thissen

Die Stars von Fußball-Rekordmeister Bayern München zeigten sich nach dem geglückten Rückrundenauftakt in der BayArena sehr zufrieden. "Wir wollten zeigen, dass mit uns nicht zu spaßen ist", sagte Weltmeister Thomas Müller über den 3:1 (1:0)-Erfolg bei Verfolger Bayer Leverkusen.

Immerhin war die Gastgeber zuvor 14 Pflichtspiele in Folge ungeschlagen geblieben. Es sei eine Partie gewesen, "die man gut anschauen konnte, mit gutem Tempo", analysierte Müller, übte allerdings auch leise Kritik an der Spielweise der Bayern in gewissen Phasen des Spiels: "Wir haben zu viele lange Bälle gespielt, statt den Mut zu haben, in die Zwischenräumen zu spielen."

Perfektionist Heynckes sieht noch kleine Schwächen

Auch Trainer Jupp Heynckes blieb trotz des überwiegend souveränen Auftritts in der Rolle des Mahners. Der 72-Jährige verlangte auch angesichts des üppigen Vorsprungs in der Fußball-Bundesliga weiter volle Konzentration. "Das wissen die Spieler, dass ich das immer wieder einfordere".

Nicht alles was der Perfektionist gesehen hatte, gefiel ihm. Denn als Leverkusen nach dem 0:2-Rückstand durch Javi Martínez in der 32. Minute und Franck Ribéry (59.) mit Kevin Vollands doppelt abgefälschtem Schuss (71.) verkürzte, wackelte der Rekordmeister kurz. Das störte Heynckes. Denn in der Phase, in der Bayer zunächst das 1:2 erzielte und dann auf den Ausgleich drängte, habe es "ganz einfache Ballverluste" gegeben, seine Bayern seien "ein bisschen oberflächlich und nicht konzentriert genug" aufgetreten. Erst nach dem von Bayerns Kolumbianer James in der Nachspielzeit zum 3:1 direkt verwandelten Freistoß war der Sieg perfekt: "Wenn wir in den Spielfluss kommen, zeigt sich, dass wir nicht nur eine gute oder sehr gute, sondern auch eine reife Mannschaft haben."

Zeichen gesetzt

Das glaubt auch Arjen Robben, für den der Auftritt im Rheinland ein runfum gelungener war: "Wir haben gut gestanden und die Räume genutzt. Auch mit unseren Standards waren wir gefährlich. Wir haben ein Zeichen gleich im ersten Spiel im neuen Jahr gesetzt, das war unser Ziel."


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