Sport - Fußball


23

FC Bayern München Heynckes fordert Müller als Führungsspieler heraus

Jupp Heynckes will beim FC Bayern wieder eine klare Hierarchie in der Mannschaft installieren. Dabei setzt er auf Thomas Müller als Führungsspieler. Der soll nicht nur die Kapitäns-Binde tragen, sondern die Rolle auch ausfüllen.

Stand: 12.10.2017

Thomas Müller und Jupp Heynckes | Bild: imago/kolpert-press

Heynckes treibt sein Ziel konsequent voran beim FC Bayern wieder "eine Mannschaft zu formen, die wirklich zusammenspielt und zusammenarbeitet. Und ein großes Ziel vor Augen hat, die Wende zu schaffen". Ein Team, das nach den Abgängen von Philipp Lahm und Xabi Alonso allerdings wieder eine starke Hierarchie braucht, "um den Spielern das Vertrauen in ihre Möglichkeiten zu geben". Dabei denkt Heynckes besonders an den letzten Bayern und Fanliebling Thomas Müller. "Über eine Hierachie in der Mannschaft ist es notwendig, dass sich Spieler hervortun, dass Spieler auf dem Spielfeld, in der Umkleide eben Führungsspieler sind", erklärt der 72-Jährige. "Ich denke, dass Thomas das kann. Vom Intellekt und von dem, was er bisher geleistet hat, weil er ist ja noch ein ganz, ganz großer Spieler."

Nicht nur Sprüche raushauen

Heynckes fordert Müller heraus, nicht nur die Binde als Stellvertreter von Manuel Neuer zu tragen, sondern sie auch auszufüllen, so wie Philipp Lahm vor ihm. Nicht nur Sprüche raushauen, sondern regieren. "Wir hatten zwei Trainingseinheiten, da lief's gut aber“, sprechen soll man darüber lieber mit Heynckes. "Ich bin und war hoch motiviert und werde weiter fleißig an mir und an der Mannschaft arbeiten. Und, was dann rauskommt werden wir dann sehen“, fügt Müller doch noch an.

Motivation und Wille

Heynckes liebt Müller, aber man muss auch zwischen den Zeilen hören. "Er ist noch ein ganz, ganz großer Spieler,“ sagt der FC Bayern-Trainer. Aber eben auch einer, der es zuletzt zu wenig gezeigt hat. Deshalb will sich der Coach persönlich um ihn kümmern. Erst mal will er mit Müller ein Gespräch führen, um ihm zu zeigen: "Über die Motivation, über den Willen, über die Bereitschaft sich richtig zu quälen kann man viel erreichen. Damit kann man vielleicht auch ich Moment kompensieren, was zuletzt eben nicht so gut war." Vielleicht gilt ja schon bald wieder ein Satz den Louis van Gaal geprägt, Heynckes gelebt und vor allem Pep Guardiola und Carlo Ancelotti ignoriert haben. "Der Müller spielt immer".


23