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Kein Sieger im Topspiel Bürki rettet gegen Costa und Vidal ein 0:0

Top-Niveau, hohes Tempo, Chancen auf beiden Seiten - das Spiel zwischen dem BVB und den Bayern bot fast alles, was man sich von ihm versprochen hatte. Nur keine Tore. So bleibt der Rekordmeister fünf Punkte vor dem Verfolger aus Dortmund.

Stand: 05.03.2016

Spielszene Borussia Dortmund - FC Bayern München | Bild: picture-alliance/dpa

Das 0:0 hilft wohl dem FC Bayern mehr als der Borussia. Für die Münchner scheint der Weg zur historischen vierten Deutschen Meisterschaft in Folge frei, wenn sie sich keinen Ausrutscher wie vergangene Woche gegen Mainz mehr erlauben. "Wir haben die fünf Punkte Vorsprung gehalten und haben es jetzt selbst in der Hand", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm nach der Partie. Den Punkt beim hartnäckigen Verfolger aus Dortmund haben sich die Bayern redlich verdient, auch wenn beide Mannschaften Möglichkeiten hatten, das Spiel für sich entscheiden.

"Wir hatten genug Torchancen, dieses Spiel zu gewinnen. Aber es war ein gutes Spiel. Gratulation an meine Mannschaft."

Bayern-Trainer Pep Guardiola

Konzentrierte Leistung beider Teams

Um wieviel es in dieser Partie geht, war in jeder Sekunde, in jedem Zweikampf zu spüren. Beide Mannschaften zeigten nach etwas nervösem Beginn eine konzentrierte Leistung und schenkten sich nichts. Dabei blieb es außerordentlich fair. In den ersten 45 Minuten erspielte sich der Rekordmeister aus München leichte Vorteile. Der BVB konterte im eigenen Stadion und strahlte dabei immer wieder Gefahr aus.

"Irres Tempo, schnelles Umschalten, beide Mannschaften technisch überragend. Eigentlich das beste Spiel, das ich in dieser Saison gesehen habe."

Bundestrainer Joachim Löw

Costa vergibt mögliche Führung

Douglas Costa findet in Roman Bürki seinen Meister

Die Gäste hatten insgesamt die etwas besseren Tormöglichkeiten. Die beste hatte Douglas Costa bei einem Konter in der 27. Minute, als er alleine auf das Dortmunder Tor zulief, mit seinem Schuss aber an Bürki scheiterte. Ein Flachschuss von Arjen Robben kurz vor der Pause verfehlte sein Ziel nur knapp. Zuvor hatte schon Thomas Müller nach einer missglückten Faustabwehr von Bürki über das Gehäuse gezielt.

Aber auch die Gastgeber kamen zu Möglichkeiten. Bayern-Keeper Manuel Neuer musste einen Schuss des im Laufduell mit Xabi Alonso enteilten BVB-Torjägers Pierre-Emerick Aubameyang entschärfen (11.), Innenverteidiger Joshua Kimmich klärte in allerhöchster Not vor dem einschussbereiten Marco Reus (27.).

"Ein gerechtes Unentschieden, auch wenn wir mehr Anteile und die besseren Chancen hatten."

Bayern-Kapitän Philipp Lahm

Bürki lenkt Vidal-Hammer an die Latte

Arturo Vidal gehörte zu den Aktivposten bei den Bayern

Auch nach der Pause ließ das Niveau nicht nach. Hohes Tempo, meist sichere Abspiele und gelungene Kombinationen erfreuten Bundestrainer Joachim Löw und die Fans im natürlich ausverkauften Stadion und an den Bildschirmen in der ganzen Welt. Wieder hatte Aubameyang den ersten Torschuss, den Neuer parierte (51.). Acht Minuten später war es Robben auf der anderen Seite, dessen Schuss über das Tor ging. In der 64. Minute hatten die Bayern-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, als Vidal aus zehn Metern abzog. Doch irgendwie bekam Bürki seine Finger dazwischen und lenkte den Ball noch an die Latte.

Es ging nun hin und her mit Chancen hüben (Aubameyang ans Außennetz/66., Ramos-Kopfball/88.) wie drüben (Robben drüber/72.). Der "lucky punch", das erlösende Siegtor, wollte jedoch keinem mehr gelingen - auch nicht Robert Lewandowski, der gegen seinen Gegenspieler Sven Bender kaum einen Stich machte. "Wir mussten defensiv viel arbeiten, deshalb ist ein Unentschieden schon okay", sagte BVB-Abwehrspieler Erik Durm. Bayerns Thomas Müller trauerte noch ein wenig den vergebenen Großchancen nach: "Für unser Chancenplus können wir uns nix kaufen", so der Torjäger, der aber zuversichtlich ist, was den erneuten Titelgewinn betrifft: "Wenn es nach 34 Spieltagen immer noch fünf Punkte Vorsprung sind, ist das okay!"

Borussia Dortmund - FC Bayern München 0:0

Dortmund: 38 Bürki - 26 Piszczek, 6 Sven Bender, 15 Hummels, 29 Schmelzer - 33 Weigl - 37 Durm, 8 Gündogan (90.+1 Sahin) - 10 Mchitarjan, 11 Reus (81. Ramos) - 17 Aubameyang. - Trainer: Tuchel
FC Bayern: 1 Neuer - 21 Lahm, 32 Kimmich, 27 Alaba, 18 Bernat - 14 Alonso (90. Benatia) - 10 Robben, 25 Thomas Müller, 23 Vidal, 11 Costa (75. Ribery) - 9 Lewandowski. - Trainer: Guardiola
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 81.359 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)


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Gerald, Freitag, 04.März, 18:10 Uhr

2. Aufgebot!

Dann kann man nur hoffen, daß die Bayern mit mehr als einen gebürtigen Deutschen gegen Dortmund antretet! Als "deutscher Vorzeigeklub" sollten auch deutsche Spieler im Aufgebot stehen! Und nicht wie gegen Mainz! Nur Torwart Neuer war ein in Deutschland geborener Spieler in der Start-Elf! Energie Cottbus lässt grüssen! Ist auch nicht gut für unsere Nationalmannschaft, wenn kaum noch Deutsche im Team stehen!!! Zum Spiel: Ich hoffe, das Dortmund gewinnt! Dann wird es nochmal spannend! Sonnst wird es an der Spitze langweilig!

Manfred, Freitag, 04.März, 14:52 Uhr

1. Meisterschaft

Die Schiedsrichter werden die Meisterschaft schon spannend machen.Beste Beispiele sind: In Leverkusen sind Sie blind und geben keine Handelfmeter für Bayer.
In Dortmund wird ein Foul eines Hoffenheimers gleich mit Rot bestraft um Dortmund den Sieg möglich zu machen.Ich bin gespannt was die Schieris sich in Dortmund einfallen lassen.
Manfred