FC Bayern München Müller und Gomez treffen wieder
"Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss." Wenn der Satz stimmt, dann gehört auch der FC Bayern München zu den Guten. Mit minimalem Aufwand und ohne zu glänzen entledigte sich der Rekordmeister der Pflichtaufgabe gegen Kaiserslautern mit einem 2:0.
Nach dem Weiterkommen im DFB-Pokal legten die Bayern also auch in der Liga nach. Allerdings blieben die Münchner ohne den verletzten Bastian Schweinsteiger vor ausverkauftem Haus vieles schuldig. Was zählt, sind aber die drei Punkte. Und die gibt es auch für das glanzlose 2:0 (2:0) gegen den völlig harmlosen und überforderten Tabellen-16. aus der Pfalz. Da auch Tabellenführer Borussia Dortmund sein Heimspiel gewann (1:0 gegen Bayer Leverkusen) bleibt der FC Bayern Tabellenzweiter.
18. Saisontor für Mario Gomez
Vorab drei Personalien, die interessanter sind, als es die 90 Minuten waren:
- Thomas Müller beendete seine Torflaute nach mehr als 1.000 Minuten
- Mario Gomez erzielte seinen ersten Rückrundentreffer und sein 18. Bundesligator in dieser Saison. Damit hat er drei Buden mehr erzielt als alle Kaiserslauterer zusammen (15).
- Arjen Robben wurde in der 56. Minute für Müller eingewechselt und durfte nach der Pause im Pokalspiel in Stuttgart auf dem rechten Flügel Spielpraxis sammeln.
Ribéry tanzt und legt vor
Das Spiel ist schnell erzählt: Die Bayern erwischten gegen ängstliche Gäste einen Start nach Maß. Bereits in der 6. Minute gelang Gomez nach einem Balltänzchen mit Ball und einer präzisen Flanke von Franck Ribéry per Kopf das 1:0. Die Lauterer Verteidiger hatten den Bundesliga-Torschützenkönig in dieser Situation sträflich alleine gelassen. So holt man sich kein Selbstvertrauen. Entsprechend blieben die Gastgeber auch in der Folge klar am Drücker. Dabei brannten auch die Bayern bei zweistelligen Minusgraden nicht gerade ein spielerisches Feuerwerk ab.
Kroos bedient Müller
Dennoch kamen die Bayern immer wieder zu Chancen. Doch der starke Ribéry, Gomez oder auch David Alaba, der im defensiven Mittelfeld erneut Schweinsteiger vertrat, verfehlten das Ziel. Besser machte es in der 30. Minute Thomas Müller: Nach Freistoß von Toni Kroos sprang der Nationalspieler höher als FCK-Keeper Kevin Trapp, war einen Tick schneller am Ball und köpfte das 2:0.
Spielpraxis für Arjen Robben
Damit schienen die Hausherren zufrieden zu sein. Nach der Pause schien es so, als verwalteten die Bayern das 2:0, während die Gäste einfach nicht in der Lage waren, sich gute Chancen herauszuspielen. Die Münchner ließen Ball und Gegner laufen, spielten sich aber außer einer weiteren Gomez-Chance (54.) keine nennenswerten Torgelegenheiten mehr heraus. Bayern-Trainer Jupp Heynckes gab Arjen Robben schon früh Gelegenheit, sich zu zeigen, was der Niederländer mit einer engagierten Vorstellung durchaus rechtfertigte. Auch Anatoli Timoschtschuk und Ivica Olic durften noch ran, ohne jedoch Akzente zu setzen.
Lahm: "Wichtig, dass man zu Null spielt"
"Die erste Halbzeit war bis auf die letzten fünf Minuten sehr gut. Wichtig ist, das Spiel gewonnen zu haben, das haben wir getan. So muss es weiter gehen. Wir müssen unsere Spiele gewinnen und natürlich auf einen Dortmunder Ausrutscher hoffen", sagte Torschütze Mario Gomez nach der Partie. Kapitän Philipp Lahm sah es pragmatisch: "Wenn man 2:0 führt, ist wichtig, dass man zu Null spielt." Jupp Heynckes, für den es der 100.Bundesligasieg als Bayern-Trainer war, war besonders mit Robben zufrieden: "Er hat sehr motiviert gespielt und viel Bewegung gebracht."
FC Bayern München - 1. FC Kaiserslautern 2:0 (2:0)
FC Bayern: Neuer - Rafinha, Boateng, Badstuber, Lahm - Luiz Gustavo, Alaba - Thomas Müller (56. Robben), Toni Kroos (82. Timoschtschuk), Ribery (78. Olic) - Gomez
Kaiserslautern: Trapp - Dick, Yahia, Abel, Jessen - Petsos (82. Zellner) - Sahan, Tiffert, Fortounis (64. Derstroff), Sukuta-Pasu (64. Shechter) - Wagner
Tore: 1:0 Gomez (6.), 2:0 Thomas Müller (30.)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

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