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FC Augsburg Augsburg schenkt 3:0-Führung her

Der FC Augsburg hatte den ersten Sieg gegen Angstgegner Bayer 04 Leverkusen auf dem Silbertablett, verspielte aber im Endspurt eine 3:0-Führung. Die Schwaben zeigen sich zu Beginn extrem effektiv - und am Ende völlig verunsichert.

Stand: 05.03.2016

Ja-Cheol Koo (M.) vom FC Augsburg | Bild: picture-alliance/dpa

Drei Tore von Ja-Cheol Koo brachten den FCA eigentlich auf die Siegerstraße, doch ein Elfmeter von Hakan Calhanoglu in der Nachspielzeit stellte nach 3:0-Führung den 3:3 (2:0)-Endstand her. Augsburg verpasst es damit, sich weiter Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt weiterhin nur zwei Punkte. Der FCA blieb im zehnten Vergleich gegen die Werkself sieglos. Koo gelangen dabei drei Tore (5., 44. und 57.). Karim Bellarabi (60.), ein Eigentor von Paul Verhaegh (80.) und der Elfmeter machten das Undenkbare möglich. Jeffrey Gouweleeuw hatte den Strafstoß mit einem Handspiel vor der Torlinie verursacht, er sah dafür auch die Rote Karte.

"Das ist nicht zu erklären. Wir haben eigentlich alles fest im Griff, kassieren das 3:1, verlieren plötzlich jeden Ball, sind verunsichert und verschenken den Sieg. Das tut unheimlich weh. Unfassbar, unfassbar!"

FCA-Kapitän Paul Verhaegh

Baier wieder in der Startelf

Eine wichtige Personalie zu Beginn: Daniel Baier kehrte beim FCA nach seiner Verletzung in die Startelf zurück. Augsburg startete optimal. Nach einem Lattentreffer von Alexander Esswein war Ja-Cheol Koo (5.) zur Stelle und staubte gedankenschnell ab. Zuvor hatte Leverkusens Wendell den Ball leichtfertig gegen Esswein verloren. Nach einem Pfostenschuss von Alfred Finnbogason war erneut Koo (44.) der Nutznießer - zwei Chancen, zwei Tore. Zwischenzeitlich bestimmte eigentlich Leverkusen die Partie, Augsburg konzentrierte sich auf die Abwehr und Konter.

"Mir tun die Jungs unheimlich leid, weil wir über 60, 70 Minuten ein sehr gutes Spiel gezeigt haben. Aber am Ende sind wir auf dem Zahnfleisch gegangen."

Markus Weinzierl

Ein Schuss von Hakan Calhanoglu (9.) aus 17 Metern ging nur knapp übers Tor, Admir Mehmedi (21.) traf den Pfosten. Wendell (28.) per Freistoß und Bellarabi (35.) mit einem tückischen Aufsetzer hatten weitere gute Möglichkeiten für Bayer. Torwart Marwin Hitz war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Die Augsburger zeigten sich vorne extrem effektiv. 

Augsburg lauert auf Konter

Nach der Pause stellte sich Augsburg noch mehr auf Konter ein. Wieder traf Koo - diesmal mit einem strammen Rechtsschuss ins Kreuzeck, Finnbogason hatte mit der Brust aufgelegt. Die Augsburger waren von der höhen Führung wohl selbst überrascht und leisteten sich nur drei Minuten später eine kurze Unaufmerksamkeit in der Verteidigung, die Bellarabi sofort ausnutzte. Der Treffer brachte Unruhe ins Augsburger Spiel. Leverkusen drängte auf den Anschlusstreffer, tatsächlich wurde es nach einem Eigentor von Verhaegh nach einer Ecke noch einmal eng. Augsburg schien schon im Ziel, als in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich fiel. Zwei Punkte, die der FCA noch schmerzlich vermissen könnte.

FC Augsburg - Bayer Leverkusen 3:3 (2:0)

Augsburg: Hitz - Verhaegh, Gouweleeuw, Hong (46. Janker), Max - Kohr, Baier (85. Stafylidis) - Esswein (70. Tobias Werner), Koo, Caiuby - Finnbogason. - Trainer: Weinzierl
Leverkusen: Leno - Boenisch, Jedvaj (74. Frey), Ramalho, Wendell - Kramer, Calhanoglu - Brandt, Mehmedi - Bellarabi, Kruse (85. Jurtschenko). - Trainer: Krösche
Tore: 1:0 Koo (5.), 2:0 Koo (44.), 3:0 Koo (57.), 3:1 Bellarabi (60.), 3:2 Verhaegh (80., Eigentor), 3:3 Calhanoglu (90.+3 Handelfmeter)
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 27.610
Rote Karte: Gouweleeuw nach einem Handspiel (90.+2)
Gelbe Karten: Hong (4), Kohr (8) - Kramer (3)
Torschüsse: 10:20
Ecken: 0:5
Ballbesitz: 45:55 Prozent


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