FC Augsburg Augsburg gewinnt Kellerduell gegen Hoffenheim
Der FC Augsburg hat den Relegationsplatz erobert. Die Schwaben feierten im Kellerduell gegen 1899 Hoffenheim einen für die Moral bedeutungsvollen 2:1-Sieg und überholten die erschreckend schwachen Kraichgauer damit in der Tabelle.
Hoffenheims Manager Andreas Müller titulierte die Begegnung im Abstiegs-Showdown als "Schlacht". Und so präsentierte sich das Spiel auch. Gleich in der ersten Minute sah Augsburgs Andre Hahn nach einem überharten Einsatz gegen Delpierre die Gelbe Karte. Hektik und Nervosität prägten in der Anfangsphase das Spiel der beiden Teams - es herrschte ein reiner Kampf um den Ball. Doch mit zunehmender Spieldauer kam der FC Augsburg besser ins Spiel: Die erste sehenswerte Chance hatten dann auch die Hausherren in der 19. Minute: Freistoß FCA, von ganz links, 25 Meter bis zum Tor, Koo brachte die Kugel scharf herein - und Gomes im Hoffenheimer Kasten klärte mit beiden Fäusten.
Verdiente Führung vor der Pause
Mohammed Amsif im Tor des FCA, der den verletzten Österreicher Alexander Manninger vertrat, hatte erst mal einen ruhigen Nachmittag und brachte sich in der 24. Minute nur einmal selbst in Bedrängnis, als er nach einem Rückpass zu lange zögerte und Roberto Firmino anschoss. Kurz vor der Pause konnte Trainer Markus Weinzierl aufatmen: Eine Flanke von links kam hoch vor den Hoffenheimer Kasten und Ji rauschte mit gestrecktem Bein herein und nahm die Kugel volley vom Elfmeterpunkt. Keine Chance für Gomes im Hoffenheimer Tor. 1:0 Augsburg. Die Führung war hochverdient - Hoffenheim spielte wie gelähmt.
"Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben die Zweikämpfe gewonnen und auch ordentlich gespielt. Das 2:0 war eine Befreiung. Dass wir bis zum Schluss zittern mussten, ist das Einzige, was ich der Mannschaft vorwerfe. Wir werden jetzt alles daran setzen, diesen Platz zu verteidigen."
Markus Weinzierl, Trainer FC Augsburg
Augsburg wollte mehr
Auch in der zweiten Halbzeit bestimmte der FC Augsburg das Spiel. Hoffenheim kam hinten kaum raus. In der 54. Minute hatten die Schwaben eine gute Möglichkeit, die Führung auszubauen: Mölders nahm einen zu kurz abgewehrten Ball aus 20 Metern und setzte seinen Schuss nur ganz knapp über die Latte. Und es ging weiter nach vorne für den FCA. In der 61. Minute verfehlte ein 14 Meter-Schuss von Mölders wieder knapp das Tor. Hoffenheim kam erst in der 68. Minute das erste Mal überhaupt gefährlich vor Augsburgs Tor: Schröck nahm eine Flanke von links und setzte seinen Schuss flach nur ganz knapp neben den rechten Pfosten.
In der 79. Minute war es dann endlich soweit: Sascha Mölders erzielte aus 20 Metern seinen neunten Saisontreffer. Mölders spielte zum diesem Zeitpunkt mit einer gebrochenen Nase, die er sich im Zweikampf mit Polanski in der 56. Minute zugezogen hatte. Die TSG stattdessen verzichtete selbst in der Schlussphase auf jegliche konstruktive Angriffe, de Camargos 1:2 in der Nachspielzeit entstand vor allem aus einer Augsburger Nachlässigkeit.
"Wir sind zu verhalten ins Spiel gegangen und hatten nicht die Tugenden wie der Gegner. Es war über 90 Minuten eine ungenügende Leistung. Es war keine Mannschaft auf dem Platz. Wir sind jetzt in einer sehr schlechten Situation, die wir annehmen müssen und angehen werden. Im Moment ist es aber ernüchternd."
Marco Kurz, Trainer 1899 Hoffenheim
FC Augsburg - 1899 Hoffenheim 2:1 (1:0)
Augsburg: Amsif - Vogt, Callsen-Bracker, Klavan, Ostrzolek - Baier - Hahn, Koo, Ji (73. Ottl), Werner (81. de Jong) - Mölders (90. Oehrl)
Trainer: Weinzierl
Hoffenheim: Heurelho Gomes - Beck, Abraham, Delpierre (22. Vestergaard), Johnson - Roberto Firmino (46. Schröck), Polanski, Weis (68. de Camargo), Joselu - Derdiyok, Volland
Trainer: Kurz
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Zuschauer: 28 211
Tore: 1:0 Ji (45.), 2:0 Mölders (79.), 2:1 de Camargo (90.+2)
Gelbe Karten: Hahn (1) / Beck (5), Polanski (5), Schröck (2), Vestergaard (2), Volland (3)

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