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1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart Was ist mit dem Club los?

Für den 1. FC Nürnberg setzte es die dritte Niederlage in Folge. 0:2 verlor der Club gegen den VfB Stuttgart. Nürnberg agierte vor allem im Angriff zu harmlos und war auch bei Standards nicht gefährlich.

Stand: 29.09.2012
 Der Stuttgarter Christian Gentner (M) im Zweikampf mit dem Nürnberger Almog Cohen | Bild: picture-alliance/dpa

Club-Trainer Dieter Hecking änderte nach der desolaten Leistung beim 1:4 in Hannover seine Mannschaft - Marcos Antonio kam für den am Mittwoch enttäuschenden Nilsson. Balitsch, Esswein und Mak mussten auch auf der Bank Platz nehmen. Hecking forderte Wiedergutmachung von seiner Mannschaft. Doch bereits nach 24 Sekunden dann der riesen Patzer von Marcos Antonio. Der Brasilianer, der sein Bundesligadebüt gab, wollte den Ball zu Schäfer zurückpassen, Ibisevic ging dazwischen und schob den Ball ins Tor. Danach war Marcos Antonio völlig von der Rolle und patzte ein ums andere Mal, wie auch in der in der elften Minute als er den Ball unbedrängt verlor und einen Alleingang von Raphael Holzhauser ermöglichte. Der 19-Jährige vergab jedoch die große Chance zum 0:2. Die Fans pfiffen Marcos Antonio aus. Folgerichtig nahm Hecking den Brasilianer bereits nach 17. Minuten vom Feld - für ihn kam Balitsch.

"Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit stehen wir ohne Punkte da, das ist ärgerlich. Bayer hat auf Fehler gelauert, leider haben wir ihnen das 1:0 an die Hand gegeben. Auch beim zweiten Tor haben wir tatkräftig mitgeholfen, unsere mangelnde Kommunikation ist gnadenlos ausgenutzt worden. Wir müssen weiter hart arbeiten und die einfachen Fehler minimieren."

Dieter Hecking, Trainer 1. FC Nürnberg

In der 9. Minute jubelten die Clubberer - doch das Kopfball-Tor von Klose zählte wegen Abseits nicht - eine Millimeter-Entscheidung. In der Folge gab es Chancen auf beiden Seite. Die Nürnberger schienen den frühen Rückstand verdaut zu haben. In der 27. Minute dann endlich mal eine gute Nürnberger Torchance. Gebhart bekam den Ball halblinks im Strafraum, der Neuzugang aus Stuttgart fackelte nicht lange und visierte das lange Eck an - doch Tasci fälschte den Ball noch entscheidend ab und der Ball ging knapp am Pfosten vorbei. Die fällige Ecke wurde aber nicht gegeben. In der 33. Minute dann eine gute Chance für Cohen - doch Ulreich mit einer Glanzparade.

Stuttgarter abgebrühter

Der Club kam zwar mit etwas mehr Biss aus der Kabine. Doch richtig gefährlichwurden die Franken nicht. Nürnberg fehlte oft die Ruhe und Übersicht beim finalen Pass. Stuttgart wirkte abgebrühter - wie in der 75. Minute: Boka spielte den Ball zu Ibisevic, der Bosnier zog zwei Verteidiger auf sich, spielte dann im entscheidenden Moment zu Harnik ab und aus 14 Metern traf der Österreicher zum 0:2.

Vom Club kam nach dem 0:2 nichts mehr. Sie schoben sich die Bälle im Mittelfeld zu. Der entscheidende Pass in den Strafraum fehlte. Auch die Körpersprache der Franken war zum Schluss der zweiten Halbzeit bezeichnend. Da war keine Spannung mehr da, kein Aufbäumen. Stuttgart holt in Nürnberg verdient den ersten Sieg. Die Franken müssen aufpassen, dass sie nach drei Niederlagen in Folge nicht in eine Krise geraten.

"Es war ein wichtiger Sieg, weil es unser erster war. Je länger etwas dauert, desto mehr wird es zu einem Problem. Die Mannschaft hat das sehr gut gemacht, ist sehr geschlossen aufgetreten. Wir sind sehr zufrieden."

Bruno Labbadia, Trainer VfB Stuttgart

1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart 0:2 (0:1)

Nürnberg: Raphael Schäfer - Chandler, Antonio (16. Balitsch), Klose, Pinola - Simons, Cohen - Kiyotake, Gebhart (72. Polter), Frantz (57. Esswein) - Pekhart
Trainer: Hecking
Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci (46. Maza), Niedermeier, Molinaro (63. Boka) - Kvist - Gentner, Holzhauser - Harnik, Traore (57. Cacau) - Ibisevic
Trainer: Labbadia
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
Tore: 0:1 Ibisevic (1.), 0:2 Harnik (75.)
Zuschauer: 43.018
Gelbe Karten: Molinaro, Sak


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