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SpVgg Unterhaching "Geldverdienen geht erst in der 2. Liga los"

Der Drittliga-Aufsteiger hat alle finanziellen Auflagen erfüllt und die Lizenz für die dritte Liga erhalten. Ein Kraftakt, sagt Präsident Manfred Schwabl, dessen langfristiges Ziel die 2. Bundesliga ist.

Stand: 22.06.2017

SpVgg-Profis beim Trainingsauftakt | Bild: BR/Raspe

"Die ganze Saison ist durchfinanziert. Wir haben in unserem Budget sehr realistische Zahlen drin", sagt Präsident Manfred Schwabl. Heißt im Klartext: 1,6 Millionen Euro ist der Etat des Profikaders für die 3. Liga. Aber auch die müssen erst einmal eingenommen werden. Ein größerer Hauptsponsor ist nach wie vor nicht da. Auch die Zuschauereinnahmen sprudeln bei den Hachingern bei einem Schnitt von 1.500 Besuchern in der letzten Saison nicht gerade üppig.

Vertrauensvorschuss von Sponsoren und Geldgebern

Engagiert sich auch persönlich finanziell: SpVgg-Präsident Manfred Schwabl

Also kommt zwangsläufig die Frage auf: Wie kann sich Haching die dritte Liga eigentlich leisten? "Die dritte Liga kann sich die SpVgg grundsätzlich gar nicht leisten. Da bleibe ich dabei. Ab der 2. Bundesliga geht das Geldverdienen los", so Schwabl. Was passiert ist sei "ein Mix aus Sponsoren und Investoren bzw. privaten Geldgebern, die das Vertrauen haben, dass wir irgendwann weiter aufsteigen. Sonst kannst du das nicht finanzieren.

"Wir haben nun mal keinen Zuschauerschnitt von 20.000."

SpVgg-Präsident Manfred Schwabl

Wobei auch Manni Schwabl selbst, als Präsident, einiges an Geld in die SpVgg finanziert: "Natürlich hänge ich da auch mit drin. Ich kann nicht von erwarten, sich zu engagieren und selbst den Igel in der Tasche haben."

Schromm: "Brutal interessant, brutal schwer"

In drei bis fünf Jahren soll sich die Investition dann ausgezahlt haben. Dann soll die SpVgg Unterhaching wieder in der 2. Liga spielen. Erst aber gilt es mal in der dritten Liga zu bestehen. Und das wird schwer genug, glaubt Trainer Claus Schromm. Ein Blick auf die Tabelle zeige, wie eng es zugeht: "Ich glaube, dass die dritte Liga eine einmalige Liga ist. In zwei, drei Spielen kann es sofort in eine andere Richtung gehen, nach oben wie nach unten. Das macht diese Liga brutal interessant und auch brutal schwer."


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