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Löwen 2:2 in Dresden Starke Konter reichen nicht

Der TSV 1860 München hat den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Bei Dynamo Dresden kamen zu passive Münchner, die vor allem auf schnelle Konter setzten, nicht über ein 2:2 hinaus.

Stand: 13.08.2012
Dresden - München | Bild: picture-alliance/dpa

Viel zu passiv starteten die Löwen ind das Spiel bei Dynamo. Die Hausherren kontrollierten die Partie zunächst, einzig in Sachen Effizienz waren die Löwen überlegen. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte war Nicu in der 18. Spielminute auf links völlig frei. Fast bis zur Gurndlinie ging's, dann kam der Ball scharf in die Mitte, wo ihn der freistehende Benjamin Lauth aus rund acht Metern versenkte.

Der Ausgleich durch Poté

Doch die Münchner zogen sich nach der Führung schnell wieder in die eigene Hälfte zurück und überließen Dresden die Initiative. Die Quittung kam prompt. Eine passgenaue Flanke auf den Elfmeterpunkt versenkte Mickael Poté nach 38. Minuten per Flugkopfball zum verdienten Ausgleich für die Gastgeber. Die Löwen taten sich danach schwer, überhaupt wieder ins Spiel zu finden.

Kurioses Eigentor

Ouali jubelt, die Löwen schauen fassungslos - Dresden ging durch ein Eigentor in Führung

Richtig bitter wurde es für den TSV 1860 in Halbzeit zwei. Nur kurz keimte nach 60 Minuten etwas Hoffnung auf, als Tomasov einen Ecke vors Dynamo-Tor zirkelte und Vallori per Kopf Dresdens Torwart Kirsten zur Parade zwang. Doch Münchens sanfte Offensivbemühungen wurden im Keim erstickt - und wie. Dresdens Ouali marschierte nach 65 Minuten auf der rechten Seite nach vorne und schob den Ball vom Flügel Richtung Fünfmetrraum. Das Leder wäre wohl an Freund und Feind vorbei ins Seitenaus auf der gegenüberliegenden Seite gerollt, Löwe Wojtkowiak brauchte die Kugel eigentlich nur wegzuschießen. Doch völlig unbedrängt lenkte er sie aufs eigene Tor, vom Pfosten sprang sie zum 2:1 für Dresden ins Netz.

Starke Löwen-Schlussphase

Doch der Rückstand - zu diesem Zeitpunkt verdient - schien bei den Münchnern ein gehöriges "Jetzt-erst-Recht"-Gefühl auszulösen. Isamel Blanco kam für Moritz Stoppelkamp und mit ihm ganz viel frischer Offensivgeist. 74. Minute: Nach einem mustergültigen Konter schiebt Daniel Halfar in die Mitte zu Bierofka, der drückt aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein. 77. Minute: Lauth taucht frei vor Dynmoa-Keeper Kirsten auf, der pariert stark. Eine Minute später kam Blanco am Sechzehnmetrraum an den Ball, Kirsten hatte vogelwild abgespielt - doch die Dresdner Abwehr blockte den Ball.

Es blieb beim 2:2, ein Unentschieden, dass die Löwen wohl noch ein paar Tage ärgern wird. Denn spielerisch blieben die Münchner noch vieles schuldig. Und nur mit passivem Spiel und schnellen Kontern wird der Weg an die Tabellenspitze ein langer.

Dynamo Dresden - TSV 1860 München 2:2 (1:1)

Dynamo Dresden: Kirsten - Gueye, Brégerie, Savic, Schuppan - Losilla, Papadopoulos (78. Solga) - Koch, Trojan, Ouali (80. Pepic) - Poté (78. Fort)

TSV 1860 München: Kiraly - Wojtkowiak, Aygün, Vallori, Volz - Stahl, Bierofka - Nicu (65. Halfar), Stoppelkamp (71. Blanco), Tomasov (86. Maier) - Lauth

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 9 772 Tore: 0:1 Lauth (18.), 1:1 Poté (38.), 2:1 Wojtkowiak (64./Eigentor), 2:2 Bierofka (74.)
Gelbe Karten: Gueye (1) / Stahl (1), Wojtkowiak (1)
Beste Spieler: Schuppan, Poté / Bierofka, Lauth


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