TSV 1860 München Ein Punkt bei Schmidt-Debüt
Durchwachsener Einstand für Alexander Schmidt als Trainer des TSV 1860 München: Die Löwen verspielten bei Union Berlin eine 2:1-Führung und trennten sich am Ende 2:2 (0:1). Zweifacher Torschütze für die Münchner war Benny Lauth.
Mit seinem Ausgleich in der 81. Minute vermasselte Adam Nemec dem neuen Coach das Debüt auf der Trainerbank. Am Ende war es eine gerechte Punkteteilung, denn weder die "Eisernen" noch die Gäste aus München konnten vor 16.750 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei spielerisch überzeugen. Für die Löwen heißt das: Sie müssen ihre Aufstiegsträume wohl erstmal begraben. Als Tabellenachter haben die Sechziger bereits acht Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei.
Die Berliner blieben dagegen im vierten Spiel in Folge ohne Niederlage und belegen Rang elf. Innenverteidiger Christian Stuff (22.) schürte mit seinem Treffer sogar Hoffnungen auf den ersten Ligasieg gegen München. Benjamin Lauth verhinderte diesen allerdings mit seinem Doppelpack (53./70.).
1860 von Rückstand nicht geschockt
Die Gastgeber waren zu Beginn die bessere Mannschaft und bestimmten zunächst das Geschehen. Zwingende Torchancen erspielte sich die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus allerdings nicht. Als die Gäste allmählich besser in die Partie fanden, musste deshalb auch eine Standardsituation zur zu diesem Zeipunkt durchaus verdienten Führung herhalten. Nach einem scharfen Eckball von Union-Kapitän Torsten Mattuschka köpfte Stuff ins lange Eck ein. Der TSV zeigte sich von dem Rückstand aber keineswegs geschockt und kombinierte sich immer häufiger erfolgreich durch das Mittelfeld. Vor dem Berliner Tor fehlte aber zu oft eine zündende Idee.
Treffer in Kopie: Stoppelkamp auf Lauth
Nach dem Seitenwechsel änderte sich dies, als Routinier Lauth aus kurzer Distanz eine scharfe Hereingabe von Moritz Stoppelkamp zum Ausgleich verwertete. Die Münchner blieben danach die bessere Mannschaft und gingen durch eine Kopie des ersten Treffers in Führung. Es war Lauths siebtes Saisontreffer. Nemec erzielte in der Schlussphase im Nachschuss den Ausgleich.
Eriksson erneut auf der Tribüne
Notiz am Rande: Wie schon beim letzten Löwen-Heimspiel war erneut der frühere englische Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson im Stadion und schaute sich den Auftritt der Löwen in Berlin live im Stadion an. Nur Zufall? Wohl kaum. Vielleicht können sich die Löwenfans ja bald auf einen Trainer von internationalem Format freuen.
1. FC Union Berlin - TSV 1860 München 2:2 (1:0)
Union: D. Haas - Pfertzel, Stuff, Schönheim, Kohlmann - Karl - Zoundi (70. Quiring), Mattuschka, Michael Parensen (89. Menz) - Silvio (66. Nemec), Terodde
TSV 1860: Kiraly - Wojtkowiak, Schindler, Vallori (57. Aygün), Nicu - Wannenwetsch - Daniel Halfar (74. Wood), Bierofka, Maier (46. Ziereis) - Lauth, Stoppelkamp
Tore: 1:0 Stuff (22.), 1:1 Lauth (53.), 1:2 Lauth (70.), 2:2 Nemec (81.)
Zuschauer: 16.750 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)

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