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Berlin - 1. FCN 1:0 Nürnberg verliert durch ein Jokertor

Der 1. FC Nürnberg hat beim Aufstiegskandidaten Union Berlin lange ein Spiel auf Augenhöhe abgeliefert. Erst zehn Minuten vor Spielende brachte den Hauptstädtern ein Jokertor das 1:0 und den Sprung an die Tabellenspitze.

Stand: 20.03.2017

Stephan Fürstner (l) und Eduard Löwen im Zweikampf | Bild: dpa-Bildfunk

Die abwechslungsreiche Partie fanden durchaus auf Augenhöhe statt, vom unterschiedlichen Tabellenplatz war lange nichts zu merken. Beide Teams bemühten sich redlich um ihre Offensive, es mangelte einzig an der Effektivität. Die bewies kurz vor Schluss dann ein überraschender Joker, der Union Berlin an die Tabellenspitze schoss.

Strittige Elfmeterszene im Nürnberger Strafraum

Berlins Sebastian Polter legte in der achten Minute von rechts zurück an den 16er, wo Damir Kreilach bei seinem Direktschuss geblockt wurde. Aber auch Nürnbergs Tobias Kempe dribbelte sich bis tief in Berlins Strafraum vor und nach einem gewonnenem Zweikampf gegen Puncec kam er aus zehn Metern (9.) mit links zum Schuss. Allerdings zielte er deutlich drüber. Nach 14 Minuten gab es Aufregung im Strafraum der Franken: Christopher Trimmel ging nach einem Zweikampf mit Edgar Salli zu Boden, der Nürnberger kam einen Schritt zu spät und traf den Berliner am Bein. Doch statt dem durchaus möglichen Elfmeterpfiff zeigte Schiedsrichter Jochen Drees dem Salli nur die gelbe Karte. Nach einer halben Stunde zielte Sebastian Polter aus 18 Metern weit rechts am Tor vorbei, nachdem er die fränkische Abwehr ausgetrickst hatte. Nach einer halben Stunde konnte Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer einen Fernschuss von Steven Skrzybski nur nach vorne abwehren, der Abpraller brachte Union aber nichts ein.

"Das war ein wichtiges, besonderes Spiel für uns, auch wenn uns die Situation am Anfang etwas gelähmt hat. Jetzt wollen wir da oben bleiben."

Berlins Trainer Jens Keller

Berliner Jokertor in der Schlussphase

Nach 53 Minuten konnte Salli seinen Gegenspieler Skrzybski nur durch ein taktisches Foul aufhalten, dafür sah er die gelbe Karte. Kurz darauf wurde der vorbelastete Spieler ausgewechselt, für ihn kam Lucas Hufnagel auf das Feld. Unverdrossen trugen die Mittelfranken weiterhin ihre Offensivversuche vor.
Nach 63 Minuten zielte Kempe aus vollem Lauf aus 20 Metern auf das Tor der Hauptstädter, der Ball ging nur knapp vorbei. In der 80. Minute mussten die Franken kräftig durchatmen, als nur der Pfosten Polters Führungstreffer verhinderte. Zwei Minuten später verwandelte aber Unions Joker Philipp Hosiner zum 1:0, er war erst wenige Minuten zuvor eingewechselt worden.

Union Berlin - 1. FC Nürnberg 1:0 (0:0)

Berlin: Mesenhöler - Trimmel, Leistner, Puncec, Parensen (52. Schönheim) - Kroos (74. Hosiner), Kreilach, Fürstner - Skrzybski, Polter, Hedlund (90.+2 Redondo). - Trainer: Keller
Nürnberg: Schäfer - Brecko, Margreitter, Bulthuis, Lippert - Petrak (88. Baumann) - Kempe (75. Ishak), Löwen, Behrens, Salli (61. Hufnagel) - Möhwald. - Trainer: Köllner
Tor: 1:0 Hosiner (83.)
Gelbe Karten: Polter - Lippert (2), Salli (4), Petrak (6)
Schiedsrichter: Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)
Zuschauer: 21.210


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