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Heimniederlage St. Pauli schlägt Fürth mit 2:0

Fürth war eigentlich das bessere Team. Doch zwei Konter führten zum schmeichelhaften 2:0-Sieg für die Gäste. Fürth bleibt dadurch im Niemandsland der Tabelle stecken, St. Pauli rückt hingegen wieder an die Aufstiegsränge heran.

Stand: 07.02.2016

St. Paulis Waldemar Sobota (hinten) lupft den Ball zum 0:2 Tor über Fuerths Torwart Sebastian Mielitz. | Bild: dpa-Bildfunk

Die Kleeblatt-Elf startete offensiv und mit viel Tempo, St. Pauli hatte anfangs seine liebe Mühe, Ruhe ins Spiel zu bekommen. Bereits nach zwei Minuten brannte es lichterloh im Strafraum der Gäste.  Veton Berisha köpfte per Aufsetzer herein, Sebastian Freis nickte aus zwei Metern aufs Tor, scheiterte aber an der Schulter des Hamburger Keepers Robin Himmelmanns. Erst nach zehn Minuten konnte sich die Gäste etwas aus der Fürther Umklammerung lösen, die Franken setzten schöne Konter. Nach rund zwanzig Minuten lief Berisha zwei Mal hintereinander allein auf das Tor der Gäste zu, konnte aber nicht verwandeln. Ausgerechnet nach einer halben Stunde, als das Spiel zu verflachen drohte, setzte St. Pauli den Führungstreffer durch Marc Hornschuh, der völlig freistehend vollenden konnte. Einmal hatte die Fürther Abwehr geschlafen und wurde prompt bestraft.

"Wir müssen aufpassen, dass wir nicht hinten reinrutschen, aber das sage ich schon seit Wochen. Wir müssen ans Punkten kommen."

Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck

Nur ein Neuzugang dabei

Von den Veränderungen nach der Winterpause war bei der mit fünf Neuzugängen und sechs Abgängen runderneuerten Kleeblattelf noch nicht viel zu sehen. Nur Sebastian Heidinger war von Anfang an dabei. Ante Vukusic kam erst rund eine Viertelstunde vor dem Spielende, als die Partie bereits entschieden war. Vom Stammpersonal hatte sich Zlatko Trpic durch eine gute Vorbereitung in die Startelf gespielt.

Zweiter Hamburger Konter bringt die Entscheidung

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es keine personellen Veränderungen. St. Pauli versuchte es mit der Abwehr, sicher zu stehen und gezielte Konter zu setzen. So konnte Enis Alushi in der 50. Minute aufs Tor der Fürther abziehen, sein Schuss ging aber zwei Meter links am Tor vorbei. Auch die Kleeblättler versuchten sich wieder in der Vorwärtsbewegung. Dabei fehlte es aber an der nötigen Durchschlagskraft. Und erneut ließen die Franken den Gegner einen Konter vollenden. Waldemar Sobota traf in der 62. Minute nach einen Ausrutscher des Fürther Abwehrspielers Niko Gießelmann für die Paulianer zum 0:2. Fast hätten die Gäste in der 83. Minute sogar noch auf 3:0 erhöht. Doch das wäre dann angesichts der keineswegs überragenden Leistung der Hamburger des Guten zuviel gewesen. Letztendlich mussten sich dir Fürther die Niederlage aber dann doch sich selbst zuschreiben, insgesamt war das Spiel der Franken dann doch etwas zu ideenlos.

SpVgg Greuther Fürth - FC St. Pauli 0:2 (0:1)

Fürth: Mielitz - Heidinger, Caligiuri, Röcker, Gießelmann - Stiepermann, Gjasula - Tripic (63. Wurtz), Zulj, Freis (78. Vukusic) - Berisha. - Trainer: Ruthenbeck
St. Pauli: Himmelmann - Hornschuh, Sobiech, Ziereis, Buballa - Nehrig, Rzatkowski - Sobota (86. Eden), Alushi (67. Dudziak), Buchtmann - Thy (73. Verhoek). - Trainer: Lienen
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Tore: 0:1 Hornschuh (34.), 0:2 Sobota (62.)
Gelbe Karten: Tripic - Sobiech (3)
Zuschauer: 12.055


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