3. Spieltag Löwen unentschieden, Ingolstadt verliert
Der TSV 1860 München hat auf dem Betzenberg gegen Kaiserslautern in einer munteren Begegnung 0:0 gespielt. Der FC Ingolstadt verlor eine schwache Partie daheim gegen FSV Frankfurt 0:2.
Das Duell 1. FC Kaiserslautern gegen TSV 1860 München versprach viel Spannung, beide Mannschaften sind Topfavoriten auf den Aufstieg. Und die Partie war von Anfang an unterhaltsam und spannend. 1860-Trainer Rainer Maurer brachte Aygün und Halfar anstelle von Schindler und Nicu. Kiraly kehrte ins Tor zurück. Der 1. FC Kaiserslauten drückte von Beginn an, doch die Löwen hielten schon im Mittefeld dagegen. Überhaupt spielten die Sechzger äußerst selbstbewusst und gingen aggressiv in die Zweikämpfe. In der ersten Halbzeit waren die Löwen um eigene Offensivaktionen bemüht und bestimmten das Spielgeschehen. Die beste Chance hatte Stoppelkamp in der 24. Minute.
"Wir haben ein ordentliches Ergebnis erzielt. Der Punkt ist okay."
Daniel Halfar, TSV 1860 München
In der zweiten Halbzeit wurden die Lauterer stärker, zeigten Laufbereitschaft und spielten sich eine Chance nach der anderen heraus. Die Löwen konnten dagegen nicht mehr so überzeugen wie in der ersten Hälfte. Torwart Kiraly verhinderte einen Rückstand der Münchner durch Glanzparaden. Lediglich über Konter waren die Münchner gefährlich. Letztlich geht das 0:0 Unentschieden in Ordnung. 1860-Trainer Rainer Maurer war froh, dass "wir den Zähler gerettet haben, als der Druck von Lautern größer wurde". Die Löwen bleiben auch bei ihrem sechsten Aufwärtsauftritt ungeschlagen. Die Pfälzer hingegen müssen auf ihren ersten Heimsieg seit dem 22. Oktober 2011 warten.
1. FC Kaiserslautern - TSV 1860 München
Kaiserslautern: Sippel - Dick, Simunek (46. Heintz), Abel, Jessen - Borysiuk, Alushi - Baumjohann (80. Micanski), Fortounis - Idrissou, Bunjaku (80. Zuck)
Trainer: Foda
München: Kiraly - Wojtkowiak, Aygün, Vallori, Volz - Bierofka, Bülow - Tomasov (84. Nicu), Halfar (71. Maier) - Lauth, Stoppelkamp (62. Blanco)
Trainer: Maurer
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 37.571
Gelbe Karten: Alushi (2), Dick - Vallori
FC Ingolstadt 04 - FSV Frankfurt
Für die beiden Trainer war es ein besonderes Spiel. Benno Möhlmann war Vorgänger von Tomas Oral in Ingolstadt. Der wiederum war der Vorgänger von Möhlmann beim FSV. Oral veränderte seine Mannschaft, die zuletzt Defizite in der Abwehr zeigte, an drei Positionen: Mijatovic gab sein Pflichtspieldebüt. Dazu standen Görlitz und Knasmüllner in der Startelf. Das Trio Groß, Gunesch und da Costa musste dagegen auf der Reservebank Platz nehmen. Die erste Halbzeit war äußerst ereignisarm - Torchancen waren Mangelware. Der FC Ingolstadt zeigte Probleme beim Spielaufbau, hatte aber den meisten Ballkontakt. Die Frankfurter standen in der Abwehr wie ein Bollwerk. Als die Schanzer endlich das Spiel nach vorne fanden, kam die kalte Dusche in der 42. Minute wie aus dem Nichts: Bei einem Yelen-Freistoß fühlten sich weder Matip noch Biliskov verantwortlich für Kapllani, der aus kurzer Distanz einköpfen konnte.
"Bei uns hat gar nichts geklappt."
André Mijatovic, FC Ingolstadt
Tomas Oral reagierte in der Pause und wechselte Hartmann für Korkmaz ein. Ingolstadt spielte nun also mit zwei Stürmern. Doch nach vorne tat sich weiterhin wenig. Die Schanzer waren zwar spielbestimmend, aber sie kamen nicht an der Abwehr der Hessen vorbei. Und während sich Ingolstadt mühte, den Rückstand aufzuholen, nutzte der FSV Frankfurt seine zweite echte Chance zum 2:0. In der 77. Minute war es erneut Kapllani, der nach einem tollen Pass von Teixeira locker und leicht Biliskov im Strafraum umkurvte und den Ball vorbei an Torwart Özcan ins Tor schob. Tainer Tomas Oral sagte nach dem Spiel: "Es ist schwierig, das Spiel in Worte zu fassen." Er kritisierte vor allem die Offensivleistung seiner Mannschaft: "Wir sind gut beraten, zu unseren Tugenden zurückzufinden. Ich vermisse vor allem Willensstärke." Die Schanzer verloren erstmals nach zehn Spielen zu Hause und müssen weiter auf den ersten Saisonsieg warten.
FC Ingolstadt - FSV Frankfurt 0:2 (0:1)
Ingolstadt: Özcan - Görlitz, Mijatovic, Biliskov, Andreas Schäfer (62. Uludag) - Knasmüllner, Matip - Caiuby, Korkmaz (46. Moritz Hartmann) - Leitl (82. Schäffler), Eigler
Trainer: Oral
Frankfurt: Klandt - Huber, Schlicke, Heubach, Teixeira - Manuel Konrad - Bambara, Stark (80. Roshi) - Görlitz, Leckie (36. Yelen) - Kapllani (78. Verhoek)
Trainer: Möhlmann
Schiedsrichter: Robert Kampka (Mainz)
Tore: 0:1 Kapllani (42.), 0:2 Kapllani (78.)
Zuschauer: 5.612
Gelbe Karten: Korkmaz, Leitl, Knasmüllner (2) - Manuel Konrad (2)

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