Sport - Fußball


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2. Bundesliga Würzburg und 1860 unter Druck - Fürth entspannt

Heute sind gleich drei bayerische Zweitligisten im Einsatz - vor allem für die Würzburger Kickers und den TSV 1860 München stehen richtungsweisende Partien an.

Stand: 16.04.2017

FC St. Pauli - Würzburger Kickers | Bild: picture-alliance/dpa

FC St. Pauli - Würzburger Kickers (Sonntag, 13.30 Uhr)

Nach zuletzt drei Unentschieden streben die Unterfranken am Ostersonntag nach ihrem ersten Dreier in diesem Jahr. Der wäre auch bitter nötig, denn die Kickers trennen nun nur noch zwei Punkte vom Abstiegs-Relegationsplatz. Die Hamburger werden aber auch allles geben, denn sie liegen nach zuletzt vier sieglosen Partien auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Partie ist richtungsweisend für das Team von Bernd Hollerbach: "Das wird ein Spiel, in dem sich beide Teams nichts schenken werden", so der Coach.

Für Hollerbach wird die Reise zum Millerntor-Stadion eine Reise in die Vergangenheit. 1991 begann bei den Kiezkickern für den gebürtigen Würzburger seine Laufbahn als Profi. Es folgten vier Jahre und 199 Partien im Trikot der Hanseaten, mit denen Hollerbach 1995 in die erste Liga aufstieg. Heute vergleicht der 47-Jährige seine Kickers mit dem FC St. Pauli von damals: "Wir haben damals viel mit Zusammenhalt und Teamgeist erreicht. So ist das jetzt auch mit meinen Spielern. St. Pauli ist cool - unser Verein ist auch alles andere als normal."

"Wir waren seinerzeit auf Pauli eigentlich kein richtiger Erstligist, genauso wie wir hier in Würzburg derzeit noch kein richtiger Zweitligist sind."

Würzburg-Coach Bernd Hollerbach

VfL Bochum - SpVgg Greuther Fürth (Sonntag, 13.30 Uhr)

Die SpVgg Greuther Fürth kann den Rest der Saison entspannt angehen, will nach der 0:2-Niederlage letztes Wochenende aber trotzdem schnell wieder in die Erfolgsspur finden. "Wir haben gegen Kaiserslautern sicher nicht unsere beste Leistung abgerufen und müssen zeigen, dass wir an den Fehlern gearbeitet haben", sagte Trainer Janos Radoki. Gegner ist der Tabellen-Elfte VfL Bochum.

Die Kleeblätter waren zuvor neun Spiele in Folge ungeschlagen geblieben - so kann Fürth mit 40 Punkten auf dem Konto und zehn Punkten Abstand zu Platz 16 frei aufspielen. Für das Team von Trainer Gertjan Verbeek geht es dagegen um wertvolle Punkte im Abstiegskampf. Derzeit trennen den VfL nur vier Punkte vom Relegationsrang. Deshalb warnt Radoki auch vor dem Gegner: "Sie versuchen immer, alle Drucksituationen spielerisch zu lösen." Auf keinen Fall will er aber in den restlichen Partien Experimente in der Grundordnung oder bei Spielern machen. "Es geht in erster Linie darum, den Weg fortzuführen", so der 45-Jährige.

TSV 1860 München - SV Sandhausen (Sonntag, 13.30 Uhr)

Die Münchener kassierten beim jüngsten 0:3 in Aue erstmals seit fünf Monaten (2:3 in Sandhausen) wieder drei Gegentore in einem Spiel. Davor waren die Löwen eigentlich schon aus dem Gröbsten raus, jetzt trennen sie nur noch drei Punkte von Platz 17, einem direkten Abstiegsrang. Gegen Sandhausen wäre also definitiv Besserung angesagt. Der Gegner wartet schließlich bereits seit neun Auftritten auf seinen dritten Rückrunden-Erfolg.

Sebastian Boenisch sah bei der Niederlage in Aue die Rote Karte, wurde für ein Spiel gesperrt. "Das ist kein Problem“, so Abwehrspieler Abdoulaye Ba: "Jeder in der Mannschaft ist bereit, alles zu geben. Jeder weiß, was er zu tun hat!" Die erste Vertretungs-Option ist Jan Mauersberger. Der Routinier wurde gegen die Sachsen nach der Roten Karte eingewechselt, spielte jedoch auf der linken Seite. Boenischs Rechtsverteidigerposition besetzte der erst 19-jährige Felix Uduokhai. Aber Löwen-Dompteur Vitor Pereira ist noch auf der Suche nach einem Rechtsfuß. Dafür könnten Spieler wie Marin Pongracic und Felix Weber aus der U21-Mannschaft zum Einsatz kommen.


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