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2. Bundesliga Club schlägt zu - Serie geht weiter

Der 1. FC Nürnberg baut seine Erfolgsserie aus und besiegt den 1. FC Kaiserslautern mit 2:1 (1:1). Kurz vor Schluss ist der Jubel riesig. Eine Verletzung samt Torwartwechsel und Gelb-Roter Karte sorgt für verrückte Schlussminuten.

Stand: 04.03.2016

Nürnberg gegen Kaiserslautern | Bild: picture-alliance/dpa

Fans und Spieler hielt es nicht mehr auf den Sitzen, als Zoltán Stieber (88.) zwei Minute vor dem Ende den Siegtreffer erzielte. Der Torschütze selbst vergaß sich und seine Gelbe Karte, riss sein Trikot vom Körper und musste deshalb auch noch mit Gelb-Rot vom Platz. Es waren verrückte Schlussminuten in Nürnberg. Der Club ist damit seit 15 Ligaspielen ungeschlagen. Zuvor hatten Patrick Erras (19.) und Jón Dadi Bödvarsson (22.) getroffen. Nürnberg zieht mit dem Tabellenzweiten SC Freiburg gleich und hat nun 47 Punkte auf dem Konto, fünf mehr als der Vierte St. Pauli.

Zwei schnelle Tore

Raphael Schäfer | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Raphael Schäfer verletzt Club-Torwart droht Karriere-Ende

Zwar hat der Club am Freitag gegen Kaiserslautern mit 2:1 gewonnen, doch Torhüter Raphael Schäfer verletzte sich. Es besteht der Verdacht auf einen Riss der Achillessehne. Die Verletzung könnte seine Karriere beenden. [mehr]

Die Partie begann energisch, beide Teams spielten nach vorne. Verteidiger Tim Heubach hatte per Kopf (9.) die erste Gelegenheit für die Gäste, verfehlte aber knapp das Tor. Auf der anderen Seite versuchte es Sebastian Kerk (16.) mit einem Schlenzer, verpasste aber ebenfalls. Drei Minuten später dann das Führungstor: Nach einer Flanke von links legte Niclas Füllkrug auf Erras ab, der aus zwölf Metern den Ball locker unten links ins Eck einschob. Aber nur drei Minuten später der Ausgleich: Bödvarsson traf durch einen ähnlichen Spielzug, wie zuvor der FCN.

Kevin Möhwald hatte anschließend mit einem strammen Schuss (34.) die erneute Führung auf dem Fuß, aber FCK-Keeper Marius Müller parierte großartig. In einer umkämpften Partie begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe und schenkten sich nichts.

Umkämpfte zweite Halbzeit

Das war auch nach der Pause so. Allerdings ließen Niveau und Spielfluss in der zweiten Halbzeit deutlich nach. Hanno Behrens (60.) hatte aus dem Zentrum eine hervorragende Schussposition, verzog aber weit über das Tor. In der 66. Minute musste FCN-Trainer Rene Weiler Torwart Raphael Schäfer verletzungsbedingt auswechseln. Nur wenige Minuten später war auch Ersatzmann Patrick Rakovsky nach einem Zusammenprall angschlagen, biss aber die Zähne zusammen. Nürnberg konnte nicht mehr wechseln, Rakovsky blieb im Tor. Und rettete mit einer Glanztat in der Nachspielzeit sogar noch den Sieg, nachdem Stieber mit Hilfe von Torwart Müller, der eine Flanke unterlief, getroffen hatte. Der Jubel in Nürnberg war nach Abpfiff riesig!

1. FC Nürnberg - 1. FC Kaiserslautern 2:1 (1:1)

Nürnberg: Schäfer (66. Rakovsky) - Hovland, Margreitter, Bulthuis, Sepsi - Behrens, Erras - Kerk (69. Stieber), Möhwald (56. Blum) - Füllkrug, Burgstaller. - Trainer: Weiler
Kaiserslautern: Marius Müller - Zimmer, Vucur, Heubach (33. Ziegler), Gaus - Karl - Görtler (90. Przybylko), Halfar, Jenssen - Colak, Bödvarsson. - Trainer: Fünfstück
Tore: 1:0 Erras (19.), 1:1 Bödvarsson (22.), 2:1 Stieber (88.)
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
Zuschauer: 31.457
Gelb-Rote Karte: Stieber wegen unsportlichen Verhaltens (90.)
Gelbe Karten: Vucur (6), Gaus (5)


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