Sport - Fitness


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Sport und Virtual Reality Fit durch virtuelle Räume

Hometrainer mit Brille und Computer: Virtuelle Realität, kurz VR, verändert auch das Fitnesstraining. Die Technologie verspricht Spiel, Sport und Anstrengung. Kann bald jeder virtuell bei den Olympischen Spielen mitmachen?

Stand: 08.02.2018

Fit am Gerät und eine Fantasielandschaft vor Augen: Der "Icaros", einer der ersten VR-Hometrainer eines Münchner Startups, könnte die Fitnesswelt verändern. Brille auf, rauf aufs Gerät und los geht's! Die Entwickler sprechen sogar von einer neuen Sportart: Active VR. Dabei kommt es auf Körpergefühl, Balance und Geduld an. Der Kalorienverbrauch ist ähnlich wie beim Joggen, dazu werden vor allem Rücken-, Nacken- und Schultermuskulatur trainiert.

High-Tech-Wippe für Fitnesstraining

Wie eine (High-Tech-)Wippe funktioniert der Icaros. Arme und Beine liegen fest in einer Verankerungen, mit Becken und Oberkörper lenkt man das Gerät. "So kann man die Befehlsketten zwischen Nerven und Muskulatur neu konfigurieren", meint Geschäftsführer Michael Schmidt zum Fitnesseffekt. Auch in der Physiotherapie und sogar in einer neurologischen Praxis kommt das Gerät bereits zum Einsatz.

Je nach Software fliegt man dann durch ein Tal, rast über eine Rennstrecke oder trifft sich mit Freunden zum Weltraumfight. Durch die VR-Technologie ist man mittendrin im Geschehen - als wäre man wirklich dort. Was ist damit in Zukunft denkbar? Olympische Spiele, Formel 1-Rennen oder Tough Mudder von der Couch.

Modell für zu Hause bald am Start

"Bald gehen wir mit einer Heimvariante an den Start", sagt Schmidt. Bislang wird der Icaros nur an Fitnessstudios und Firmen verkauft, das Gerät ist noch sehr teuer (ca. 9.000 Euro) und findet nur langsam Verbreitung. "Das Heim-Modell soll 2.000 bis 2.500 Euro kosten", sagt Schmidt.

Und auch für den Sportfan bieten sich neue Möglichkeiten. Gerade waren die Entwickler mit ihrem Icaros in Kitzbühel an der legendären Streif. Wer wollte, konnte die Strecke virtuell abfliegen und etwas nachfühlen, wie sich Sieger Thomas Dreßen bei seinem Teufelsritt gefühlt haben muss.

Autor: Julian Ignatowitsch


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