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Nur 1:2 gegen Kanada Aus trotz toller Vorstellung

Das DEB-Team hat sich im Viertelfinale gegen den Titelverteidiger mit einer beeindruckenden Leistung aus dem Turnier verabschiedet. Marco Sturms Truppe verlor nur knapp mit 1:2 dank toller Paraden von Goalie Philipp Grubauer.

Stand: 18.05.2017

Zweikampf im Viertelfinale Deutschland gegen Kanada | Bild: dpa-Bildfunk

Das Team von Marko Sturm zeigte zu Beginn ein schnelles Spiel und hielt gegen den Favoriten gut mit. Kanada wurde zwar zunehmend überlegener, aber das DEB-Team suchte durchaus seine Chancen, wenn es nach vorne kam. Matthias Plachta versuchte es aus spitzem Winkel, Kanadas Keeper Calvin Pickard hielt den Schuss des Deutschen mit der Schulter.

Rückstand kurz vor der Drittelpause

Aber auch DEB-Goalie Philipp Grubauer zeigte tolle Einsätze: Nach einem starken Pass an den langen Pfosten auf Ryan O´Reilly setzte der das Spielgerät an den Pfosten. Dort war Grubauer aber mit der Fanghand dran. Es sah fast so aus, als ob das deutsche Team das erste Drittel ohne Gegentreffer absolvieren könnte.

Doch kurz vor der Pause fingen sich Sturms Spieler in einer Powerplay-Phase der Kanadier nach einer Strafe für Patrick Reimer dann aber doch den 0:1-Rückstand ein. Mark Scheifele traf (17:11) nach perfekter Vorarbeit von Ryan O´Reilly. Yannic Seidenberg fälschte zwar einen Schuss noch gefährlich ab, doch der Ausgleich sollte nicht gelingen.

Auch Grubauer kann das 2:0 nicht verhindern

Auch im zweiten Drittel verteidigten die Deutschen geschickt und zeigten mutige Angriffszüge. Leon Draisaitl bekam vor dem Kasten Kanadas den Schläger an den Puck, der sprang aber zu weit weg. Erneut zeigten beide Seiten viel Tempo. Erst gab es eine doppelte Gelegenheit für das DEB-Team zum Ausgleich, dann kam im Gegenzug Kanada. Aber beide Teams vergaben ihre Chancen. Als Christian Ehrhoff runter musste, hielt Grubauer alle gefährlichen Schüsse. Als auch ein Kanadier eine Strafe kassierte, konnte Sturms Mannschaft die Überzahlsituation nicht nutzen.  Nachdem ein Treffer des Titelverteidigers nicht gegeben wurde, kamen die Deutschen erneut in Überzahl. Doch nicht Seidenberg nutze diese Gelegenheit, sondern kurz darauf der Gegner, Jeff Skinner (38:08) erzielte das 0:2.

Spannendes letztes Drittel mit dem Anschlusstreffer

Im letzten Spielabschnitt versuchte es Draisaitl mehrmals, der Anschlusstreffer wollte aber nicht gelingen. Gegen solch ein starkes Team hätten die Deutschen ihre Chancen nutzen müssen. Die beste Möglichkeit überhaupt in diesem Spiel hatte Felix Schütz. Aber auch sein Schuss wollte nicht in den Kasten. Nach einem Zauberpass in Unterzahl von Christian Ehrhoff auf Seidenberg, der vorne lauerte, schallte lauter Jubel durch die Eishalle. Der Angreifer stand auf einmal alleine vor Pickard, umkurvte diesen und erzielte (53:21) den verdienten Anschlusstreffer. Obwohl der Ausgleich nicht mehr fiel, konnte sich Deutschland bei der Heim-WM mit erhobenen Köpfen verabschieden. Das Halbfinale erreichten neben Kanada hingegen die Teams aus Russland, Schweden und Finnland.

Kanada - Deutschland 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)

Tore: 1:0 Scheifele (17:11), 2:0 Skinner (38:08), 2:1 Seidenberg (53:21)
Strafminuten: Kanada 8 - Deutschland 8 plus 10 Disziplinar
Schiedsrichter: Hribik/Stricker (Tschechien/Schweiz)
Zuschauer: 16.653


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