EHC München Überraschende Hilfe aus dem Nachbarland
Der EHC München spielt auch in der kommenden Saison in der DEL. Ein österreichischer Energy-Drink-Hersteller wendete mit seinem Einstieg das drohende Aus ab. Ändern wird sich lediglich der Name des Klubs.
Mit seinen Millionen aus dem Getränkehandel hat der Österreicher Dietrich Mateschitz schon bei einigen anderen Vereinen für Aufbruchsstimmung gesorgt. So engagiert er sich unter anderem bei Sebastian Vettels Formel-1-Team Red Bull Racing und den Fußballvereinen RB Leipzig, FC Red Bull Salzburg und New York Red Bulls. Auch der EHC München wird in der kommenden Saison den Namen des Energy Drinks tragen: Als EHC Red Bull München spielt der Klub auch in der kommenden Saison in der ersten deutschen Eishockeyliga DEL.
Engagement zunächst nur für ein Jahr
"Das ist die beste Nachricht des Jahres. Ich bin froh und dankbar, dass wir die Chance bekommen, unsere Arbeit hier in München fortzusetzen und unser Konzept weiter zu entwickeln", sagte der bisherige Sportdirektor Christian Winkler, der im Zuge der Umstrukturierung den Posten des Geschäftsführers übernimmt. Die Kooperation mit dem neuen Haupt- und Namenssponsor Red Bull läuft zunächst nur für die Saison 2012/13. Claus Gröbner, der zusammen mit Winkler dem neuen Verein vorstehen wird, zeigte sich jedoch zuversichtlich, was die Perspektive angeht: "Ich bin überzeugt, dass wir nun allerbeste Voraussetzungen haben, um sportlich und wirtschaftlich weiter zu wachsen."
Umzug nach Schwenningen schien bereits fix
Der Einstieg des österreichischen Getränke-Giganten kommt überraschend. Denn der Umzug des mit drei Millionen Euro verschuldeten Vereins nach Schwenningen schien bereits beschlossene Sache zu sein. Die drei Gesellschafter Michael Phillips, Waldemar Jantz und Jürgen Bochanski sahen sich nicht in der Lage, die finanzielle Lücke zu füllen, Gespräche mit potenziellen Investoren wie den Münchner Stadtwerken waren ergebnislos verlaufen. Bereits 1994 waren mit den Maddogs und 2002 mit den Barons zwei Vereine vom Standort München verschwunden. Die Geschichte wiederholt sich durch die spektakuläre Rettung des EHC kein drittes Mal - zumindest zunächst nicht.
Julien beendet Karriere
Stephane Julien wird seine Karriere trotz der Rettung des EHC München beenden. "Leider wird Kapitän Stephane Julien nicht zum neuen EHC gehören", sagte der bisherige EHC-Manager und neue Geschäftsführer Christian Winkler in einem Interview der Abendzeitung. Der 38 Jahre alte kanadische Verteidiger war 2010 von den Kölner Haien in die bayerische Landeshauptstadt gewechselt und absolvierte insgesamt 106 Spiele für die Münchner.

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