Sport - Doping und Sportpolitik

Doping Bayerns Justizministerin will schärfere Gesetze

Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) will mehr Druck auf Sportbetrüger ausüben. Sie legte nun einen neuen Gesetzesentwurf vor. Auf ein bundesweites Anti-Doping-Gesetz drängt sie vorerst allerdings nicht.

Stand: 18.07.2012
Spritze vor Schild doping | Bild: picture-alliance/dpa

In dem jetzt vorgelegten Papier verlangt Merk unter anderem mehrere Verschärfungen des Arzneimittelgesetzes. Unter anderem soll der Besitz von Dopingwirkstoffen schon ab dem ersten Milligramm unter Strafe gestellt werden - das ist derzeit nicht der Fall ist. Darüber hinaus forderte die Landesministerin höhere Strafrahmen für Sport-Betrüger. Die Einführung eines Straftatbestands Sportbetrug hält Merk derzeit für nicht durchsetzbar, "das bleibt aber mein langfristiges Ziel".

"Ich lege nicht die Hände in den Schoß. Auch kleine Fortschritte sind Schritte in die richtige Richtung."

Bayerns Justizministerin Beate Merk

Bundesweit fehlen Mehrheiten

Um ihr Vorhaben bundesweit durchzubringen fehlten zurzeit die notwendigen Mehrheiten, betonte Merk.

Vor einigen Jahren hatte sie bereits einen Vorschlag mit teils noch schärferen Forderungen in den Bundesrat eingebracht. Die Forderungen wurden damals im Bund aber nicht angenommen.


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