Sport - Basketball


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Dirk Nowitzki "Der perfekte Wurf" jetzt auch im Fernsehen

"Einfach Wahnsinn, wie das alles gelaufen ist", sagt Dirk Nowitzki. Ein Porträt über den besten Basketballer aller Zeiten lief 2014 in den Kinos und ist heute im Bayerischen Fernsehen zu sehen.

Von: Wolfram Porr

Stand: 08.09.2015

"Der perfekte Wurf" - so heißt die 105-minütige Dokumentation von Regisseur Sebastian Dehnhardt ("Klitschko"). Ein Titel, der so auch als Überschrift über einer der größten deutschen Sportlerkarrieren taugt. Von der DJK Würzburg gelang dem heute 36-jährigen vor 15 Jahren der Sprung in die nordamerikanische Profiliga NBA - eine Erfolgsgeschichte, die sich wie ein Märchen liest und ihresgleichen sucht.

"Der perfekte Wurf" - auf einer Stufe mit den Größten

"Wenn mir das einer vor 20 Jahren gesagt hätte, den hätte ich für verrückt erklärt", sagt Nowitzki heute. In den USA, wo sich die besten Basketballer in der stärksten Liga der Welt messen, hat er sich in all den Jahren die Spitznamen "Dirkules" oder "German Wunderkind" erarbeitet. In der ewigen Korbjägerliste ist der Franke längst in die Top Ten aufgestiegen, steht mit Legenden wie Michael "Air" Jordan, Earvin Magic Johnson, Kareem Abdul-Jabbar, Wilt Chamberlain oder Karl Malone auf einer Stufe.

"Man braucht die richtige Arbeitseinstellung. Man muss bereit sein, sich selbst anzutreiben. Dirk besitzt diese Arbeitseinstellung, er hat diese Qualität."

Kobe Bryant

Holger Geschwindner - mehr als nur ein Coach

Holger Geschwindner

Sein Aufstieg kam freilich nicht von ungefähr. Er ist vielmehr die Geschichte von harter Arbeit, viel, viel Training, Extraschichten und der Zusammenarbeit mit Holger Geschwindner. "Er ist Coach, Freund, Mentor und Manager", sagt Nowitzki über den 68-Jährigen frühere Nationalspieler. "Ohne ihn wäre ich nie bis hierher gekommen." Wie ein Besessener, mit unglaublicher Hingabe und Detailversessenheit hat sich Geschwindner damals dem Talent Nowitzki angenommen, erarbeitete mit ihm, basierend auf mathematischen Berechnungen und u.a. mithilfe eines eigens dafür entwickelten Computerprogrammes, eine ganz spezielle, auf ihn ausgerichtete Wurftechnik.

"Es liegt an Dirks Talent. Das konnte selbst die Summe meiner Unfähigkeiten nicht ruinieren."

Film-Zitat von Holger Geschwindner

Ungewohnte Einblicke

Dirk Nowitzki bei der einzigen Pressekonferenz in Frankfurt am Main

Der Film erzählt diese Geschichte, zeigt bisher so noch nie gesehene Bilder aus der Karriere des deutschen Musterprofis und lässt auch andere Größen des Basketballsports zu Wort kommen. Unter anderem äußern sich die NBA-Stars Kobe Bryant und Jason Kidd, Meistertrainer Donnie Nelson und Mark Cuban, Besitzer der Dallas Mavericks, zu Wort. Auch Nowitzkis Mutter Helga ließ sich zum allerersten Mal ein paar Worte vor einer Kamera entlocken.

"So weit wie wir ist möglicherweise noch kein Filmemacher hinter die Kulissen der NBA und der Dallas Mavericks vorgedrungen."

Produzent Leopold Hoesch

Mit "Klitschko" ging es los

Gedreht hat den Film der Regisseur Sebastian Dehnhardt, der nicht zum ersten Mal einen Profisportler porträtiert. Für seinen Streifen "Klitschko" (2012) erhielt er den Romy Arward und war für den Sports Emmy nominiert. "Die Person Nowitzki hat mich gereizt, aber auch die Sportart Basketball mit ihrer Dynamik", so Dehnhardt bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Nowitzki im Juli in Frankfurt am Main.

Infos zum Film

Regie: Sebastian Dehnhardt
mit Dirk Nowitzki, Holger Geschwindner, Kobe Bryant, Michael Finley, Steve Nash, Jason Kidd, Vince Carter, Mark Cuban, Rick Carlisle, Donnie Nelson, Jessica Nowitzki, Silke Nowitzki, Helga Nowitzki, Jörg Nowitzki, Helmut Schmidt u.v.m.

Das Schwierigste sei gewesen, Nowitzki von diesem Filmprojekt zu überzeugen. Dehnhardt und sein Team hatten schon begonnen zu drehen, da wusste die Hauptperson noch gar nichts davon. "Holger Geschwindner hat es ihm erst nicht gesagt", erzählt Dehnhardt. So überrumpelt wollte der NBA-Star dann auch nicht mehr "nein" sagen. Gut für das sportinteressierte Kinopublikum.


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