Saisonstart BB-Bundesliga Zwei Sieger, zwei Verlierer
Der FC Bayern München musste sich zum Saisonauftakt Oldenburg geschlagen geben. Einen guten Start erwischten dagegen die Brose Baskets Bamberg mit dem Sieg gegen Bremerhaven. Im fränkischen Duell setzte sich Bayreuth gegen Würzburg durch.
Basketball-Bundesligist Bayern München hat mit seinem neuen Head-Coach Yannis Christopoulos einen blamablen Saisonstart hingelegt. Die Münchner unterlagen im Eröffnungsspiel der neuen Spielzeit gegen die EWE Baskets Oldenburg völlig verdient mit 61:80 (28:40). Der Nachfolger von Dirk Bauermann war mit der Leistung jedoch nicht zufrieden: "Im zweiten und dritten Viertel haben wir nicht hart genug gekämpft. Gerade im Rebounding hatten wir heute Defizite, und in der Offensive fehlte uns die Entschlossenheit im Abschluss." Auch Sportdirektor Marko kritisierte den Auftritt: "Die Leistung im zweiten und dritten Viertel war nicht gut. Da hat ziemlich viel Energie gefehlt." Zweifel am Trainer ließ er aber nicht aufkommen: "Yannis wird Trainer bleiben."
Sechs Tage nach der Beurlaubung von Bauermann brachte es der erfolgreichste Werfer des FCB-Teams Chevon Troutman immerhin auf 14 Punkte. Für die Oldenburger kam Top-Scorer Rickey Paulding auf 15 Zähler. Im Dome erwiesen sich die Gastgeber, die in ihrer zweiten Bundesliga-Saison als Mitfavorit gelten, nur zu Beginn der Partie als ebenbürtig.
Hoeneß enttäuscht
Doch bereits im zweiten Viertel übernahm der Ex-Meister aus Oldenburg angetrieben von Spielmacher Dru Joyce das Kommando und dominierte die Münchner phasenweise nach Belieben. "Wir sind natürlich enttäuscht. Wir haben gesehen, dass die Mannschaft in den beiden Mittelvierteln körperlich nicht fit war. Daran muss gearbeitet werden", sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß.
Bamberg überzeugt gegen Bremerhaven
Double-Gewinner Brose Baskets Bamberg startete das Unternehmen erfolgreiche Titelverteidigung gegen die Eisbären Bremerhaven mit einem 85:68 (47:34). Drei Tage nach dem Sieg im Champions Cup über Vize-Meister ratiopharm Ulm zeigte Nationalcenter Maik Zirbes als Ersatz des nach Spanien gewechselten Tibor Pleiß mit 22 Punkten ein starkes Ligadebüt für die Franken. Auch die drei Neuverpflichtungen Nachbar (17), Gipson (14) und Ford (11) punkteten zweistellig.
Bayreuth gewinnt Duell mit Würzburg
Die Baskets Würzburg, die in der vergangenen Saison als Aufsteiger das Halbfinale erreicht hatten, lieferten sich ein leidenschaftliches Duell mit den Wagnerstädtern. In den Schlussminuten mussten die Baskets dann allerdings ein 67:73 (30:32) einstecken.
Während der regulären Spielzeit konnte sich kein Team weiter als fünf Punkte absetzen. Nur eine Minute vor dem Ende hatte Würzburgs Neuzugang Dewayne Anderson die Chance, an der Freiwurflinie auszugleichen, doch der Amerikaner traf nur einmal zum 67:68.
Besser machte es wenig später Bayreuths Spielmacher Simon Schmitz, der vier Freiwürfe in Folge zum 67:72 verwandelte. Den letzten Punkt setzte dann einer der besten Akteure: Beckham Wyrick traf ebenfalls von der Freiwurflinie.
Beide Teams kampfstark -Trainer zufrieden
Würzburgs-Trainer Marcel Schröder war trotz Niederlage begeistert: "Beide Teams kannten sich aus der Vorbereitung schon sehr gut, Marco Van Den Berg hat seine Mannschaft heute hervorragend eingestellt", lobte er den Konkurrenten. "Es war ein enges Spiel, das Momentum hat bei fast jedem Ballbesitz gewechselt. Am Ende haben Kleinigkeiten den Unterschied ausgemacht. Bayreuth hatte deutlich mehr Freiwürfe als wir und hat sie genutzt, und auch von der Dreierlinie haben sie das ganze Spiel hochprozentig getroffen." BBC-Trainer Marco van den Berg war dagegen, "sehr zufrieden, dass wir dieses schwere Auswärtsspiel gewonnen haben. Das war ein ordentlich heißes Spiel, jeder Augenblick war ein Kampf, es gab eigentlich keinen unwichtigen Moment, beide Teams haben hart gekämpft.“

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