Sport - Basketball

Basketball-Bundesliga FC Bayern quält sich zum Sieg

Die Basketballer des FC Bayern München haben sich beim Mitteldeutschen BC zum zweiten Saisonsieg gequält. Das Team konnte das fast schon verloren geglaubte Spiel erst in den Schlussminuten drehen. Einen Dämpfer gab es an diesem Spieltag auch für Meister Bamberg. Euphorie herrscht dagegen bei Tabellenführer BBC Bayreuth.

Stand: 16.10.2012
Tyrese Rice (l.) gegen  Sharaud Curry | Bild: picture-alliance/dpa

Um ein Haar hätte der FC Bayern München - ohnehin mit zwei Niederlagen in den ersten drei Spielen schon schlecht in die Spielzeit gestartet - seine erste richtige Blamage erlebt. Beim mühsamen 73:71 (41:39)-Erfolg in Weißenfels gegen Aufsteiger und Etat-Schlusslicht Mitteldeutscher BC lagen die ersatzgeschwächten Münchner im Schlussviertel schon mit elf Punkten im Rückstand, ehe Spielmacher Tyrese Rice fast im Alleingang doch noch die Wende einleitete. Der US-Amerikaner war mit 19 Punkten auch bester Werfer der Mannschaft von Trainer Yannis Christopoulos.

Euphorie um den BBC Bayreuth

Tabellenführer BBC Bayreuth hat auch am 4. Spieltag seine Spitzenposition verteidigt: Gegen die Neckar Riesen Ludwigsburg zeigten die Oberfranken zeitweise eine playoff-reife Leistung und siegten am Ende deutlich. "Spitzenreiter, Spitzenreiter ..." - so hallte es am Samstagabend nach dem 94:82 (49:40)-Erfolg des BBC Bayreuth über Ludwigsburg durch die Oberfrankenhalle. Die 3.195 Zuschauer feierten ihre Mannschaft, die mit nunmehr 8:0 Punkten geradezu sensationell die Tabelle der Basketball-Bundesliga (BBL) anführt. Gegen die Schwaben reichten den Mannen von Trainer Marco van den Berg zwei richtig gute Viertel zum verdienten Erfolg. Insbesondere die Dominanz unter den Körben gab diesmal den Ausschlag für den Meister des Jahres 1989.

Center McGhee überragt

22 Punkte, 13 Rebounds: Bayreuths Gary McGhee

"Unsere Leistung bei den Rebounds ist völlig unakzeptabel", wetterte Gästetrainer Steven Key nach dem Spiel. Gerade mal 14 Rebounds pflückten seine Spieler vom Brett - Bayreuth kam dagegen auf 35, davon 13 alleine von Center Gary McGhee. Der 23-Jährige, der vor der Saison vom türkischen Klub Bandirma Kirmizi in die Wagnerstadt kam, war mit 22 Punkten gleichzeitig auch bester Werfer seines Teams, gefolgt von Beckham Wyrick (19) und Brian Bailey.

Staigers Dreier reichen nicht

Für Ludwigsburg zweigten sich zwar besonders Kammron Taylor (23 Punkte) und Nationalspieler Lucca Staiger (19 Punkte, fünf Dreier) treffsicher. Am Ende reichte es aber nicht. Bayreuth zeigte im ersten und im vierten Viertel, wozu die Mannschaft in dieser Saison fähig ist. Jetzt ist es an den Verantwortlichen, die Erwartungshaltung (Playoffs) nicht ins Unermessliche steigen zu lassen.

Bamberg in Quakenbrück chancenlos

27 Punkte und doch verloren: Bambergs Bostjan Nachbar

Die erste Saisonniederlage musste am Sonntag Double-Sieger Brose Baskets Bamberg hinnehmen. Wenige Tage nach der Niederlage in der Euroleague beim FC Barcelona war für die Mannschaft von Headcoach Chris Fleming auch die Hürde Artland Dragons zu hoch. Beim 72:78 (35:44) waren in Quakenbrück mehr oder weniger chancenlos - ein ganz neues Gefühl für das erfolgsverwöhnte Team. Auch Ex-NBA-Profi Bostjan Nachbar konnte mit seinen 27 Punkten die erste Saisonpleite nicht verhindern.

Würzburg verliert Spiel in der Defense

Die zweite Saisonniederlage kassierten die s.Oliver Baskets Würzburg. Die Unterfranken unterlagen bei Vizemeister ratiopharm Ulm mit 88:95 (41:50). Nationalspieler Per Günther war auf Ulms Seite mit 21 Punkten erfolgreichster Werfer und führte sein Team auf den zweiten Tabellenplatz. Würzburg kam zwar zu vielen Korberfolgen, zeigte aber in der Defense keine gute Leistung. Ulms Coach Thorsten Leibenath meinte: "Das war das erwartet schwere Spiel, insbesondere wenn man am Ende dieser englischen Wochen auf Würzburg trifft. Am Ende haben wir aber die Ruhe bewahrt und das Spiel nach Hause gebracht."


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