Basketball-Bundesliga Bamberg wehrt Ulmer Angriff ab
Die Brose Baskets Bamberg haben den Angriff von ratiopharm Ulm auf die Tabellenspitze souverän abgewehrt. Niederlagen gab es am 21. Spieltag dagegen für die Teams aus Würzburg, München und Bayreuth.
Der Meister und Pokalsieger gewann bei den Schwaben deutlich mit 102:74 und ließ dem Tabellenzweiten nicht den Hauch einer Chance. Die Mannschaft von Chris Fleming ließ in der ausverkauften Ulmer Arena zu keinem Zeitpunkt der Partie nach und musste nur ein einziges Mal den Ausgleich der Gastgeber hinnehmen. Ansonsten präsentierten sich die Bamberger hellwach und vor allem treffsicher wie selten. 18 Drei-Punkte-Würfe bei einer Trefferquote von fast 70 Prozent bedeuteten die Einstellung des Ligarekordes, den die Brose Baskets selbst halten.
Ulms Trainer zieht den Hut
"Wer dieses Jahr Meister werden will, muss Bamberg schlagen. Und so wie diese Mannschaft derzeit spielt, wird das sehr schwer", sagte Ulms Trainer Thorsten Leibenath nach dem Gipfeltreffen anerkennend. Bisher hatte sein Team noch nie in der neuen Arena verloren. Bamberg beendete diese Serie. Headcoach Chris Fleming war entsprechend stolz auf seine Jungs: "Wir waren heiß. Ich brauchte die Jungs nicht großartig zu motivieren. Sie haben die Wichtigkeit des Spiels erkannt und die entsprechende Intensität gebracht."
Casey Jacobsen, der mit 21 Punkten bester Bamberger Werfer war, wollte die tolle Vorstellung aber nicht überbewerten: "Es ist eine Momentaufnahme. Im Februar wird nichts entschieden. Wenn wir in den Playoffs oder im Pokal-Final Four wieder auf sie treffen, kann es schon wieder ganz anders aussehen."
Würzburg: Niederlage nach großem Kampf
Seine dritte Heimniederlage musste Aufsteiger s.Oliver Würzburg hinnehmen. Gegen die Artland Dragons - als Tabellendritter sicher auf Playoffkurs - verlor die Mannschaft von Headcoach John Patrick nach großem Kampf mit 68:72 (32:39). Bester Werfer der Würzburger war Chris Kramer mit 21 Punkten, bei den Gästen trafen gleich vier Spieler zweistellig. Mit 24:18 belegt Würzburg zwar weiterhin den fünften Tabellenplatz in der BBL, hat aber nur einen Sieg mehr auf dem Konto als Braunschweig als Tabellenneunter. Das heißt: Im Kampf um die Playoffs bleibt es spannend.
BBC Bayreuth zurück im Abstiegskampf
Das gilt auch für den Abstiegskampf, in den nach seinem Zwischenhoch endgültig auch wieder der BBC Bayreuth verwickelt ist. Die Oberfranken unterlagen bei den Telekom Baskets Bonn deutlich mit 62:90 (29:51). Das weiterhin stark ersatzgeschwächte Team verschlief dabei die Anfangsphase völlig und geriet schnell hoch in Rückstand. Dieses Handicap konnten die Mannen von Trainer Marco van den Berg später nicht mehr ausgleichen. Danny Gibson war mit 13 Zählern bester Bayreuther Werfer. Neuzugang Rain Veideman kam auf sieben Punkte. Der BBC belegt Tabellenplatz 13. Der Abstand auf die Abstiegszone schmilzt aber mehr und mehr dahin.
FC Bayern: Das Auswärtstrauma hält an
Auch der FC Bayern München musste am Wochenende eine weitere Niederlage hinnehmen - das Auswärtstrauma dauert also an. Bei Abstiegskandidat TBB Trier unterlag die Mannschaft von Trainer Dirk Bauermann nach einem schwachen Schlussviertel mit 68:70 (41:34). Dabei hatten die Münchner, für die Aleksandar Nadjfeji mit 15 Punkten am erfolgreichsten war, lange Zeit geführt. Bauermann blieb indes nichts anderes übrig, als seinem Gegenüber zu gratulieren: "Glückwunsch an Henrik Rödl und die Mannschaft. Sie haben vor einer tollen Kulisse sehr viel investiert und sind verdienterweise dafür belohnt worden." Die Bayern haben nur eins von zehn Auswärtsspielen gewonnen und müssen als Achter - anders als Bamberg und Ulm weiter um die Qualifikation für die Playoffs bangen.

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