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Nach Doping-Skandalen Steigt Adidas aus der Leichtathletik aus?

Der ehemalige Chef des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF soll Doping-Fälle vertuscht und Athleten erpresst haben. Deswegen will Hauptsponsor Adidas bei dem Verband aussteigen. Das meldet die BBC. Adidas bleibt dagegen vage.

Stand: 25.01.2016

Nach Informationen der BBC habe das Unternehmen die IAAF darüber informiert, wegen Doping- und Korruptionsskandelen vorzeitig aus dem noch vier Jahre laufenden Sponsoringvertrag aussteigen zu wollen. Eine Adidas-Sprecherin sagte dem Bayerischen Rundfunk dagegen, der Sportartikelhersteller stehe im engen Kontakt mit dem Verband, um mehr über den Reform-Prozess der IAAF zu erfahren.

Adidas gegen Doping

Zu "Ausstiegsgerüchten" werde sich das Unternehmen aber nicht äußern. Adidas stelle sich klar gegen Doping, heißt es in einer knappen Pressemitteilung. Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller ist einer der wichtigsten Sponsoren des Leichtathletik-Weltverbandes.

Betrug mit System

Zuletzt war bekanntgeworden, dass der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack unter anderem gegen Geldzahlungen Dopingfälle vertuscht und Athleten erpresst haben soll. Die französische Justiz hat gegen ihn wegen des Verdachts der Geldwäsche und Bestechlichkeit Anklage erhoben.

Zuvor hatte eine ARD-Dokumentation systematisches Doping in Russland aufgedeckt. Die russischen Leichtathleten sind deshalb von den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen worden.

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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