Religion - Stationen


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"Wohnen im Viertel" Ein besonderer Ort für pflegebedürftige Menschen

Viele Menschen wollen auch bei eingeschränkter Mobilität, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung bleiben. Um diesem Wunsch gerecht zu werden, hat die Gewofag vor einigen Jahren das Konzept „Wohnen im Viertel“ entwickelt.

Von: Diana Isabel Geier

Stand: 24.04.2017

"Wohnen im Viertel" am Reinmarplatz in München | Bild: Roland Weegen

Am Reinmarplatz sowie an 12 weiteren "Wohnen im Viertel"-Standorten in München können Menschen, die mindestens Pflegegrad 2 und zudem Anspruch auf eine geförderte Wohnung haben, alleine oder zusammen mit ihrem Partner eine Wohnung beziehen. Das Besondere? Der ambulante Pflegedienst ist im Viertel integriert, von der Station zu den Wohnungen sind es nur wenige Meter. So fühlen sich auch pflegebedürftige Menschen in ihren eigenen vier Wänden gut aufgehoben.

Mittendrin bleiben

Eine weitere Besonderheit ist, dass älteren und kranken Menschen die Möglichkeit erhalten bleibt, mit Jung und Alt in Kontakt zu kommen. Denn neben den barrierefreien Wohnungen von "Wohnen im Viertel" leben in den Wohnungen auch Menschen ohne Pflegebedarf am Reinmarplatz - junge und ältere Leute, Singles, Paare und Familien. Auch eine städtische Kindertagesstätte gibt es hier.

Das Wohncafé am Reinmarplatz ist ein beliebter Treffpunkt

Ein wesentlicher Bestandteil von „Wohnen im Viertel“ ist das Wohncafé als familiärer Treffpunkt für alle Mieterinnen und Mieter des Viertels. Hier haben die Menschen Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, gemeinsam zu kochen und zu essen und kleine Feiern, Veranstaltungen oder nachbarschaftliche Hilfen zu organisieren. Ein wichtiger Termin ist zum Beispiel der gemeinsame Mittagstisch, zu dem sich die Bewohner anmelden können und zu dem auch Menschen kommen, die in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnen.

Der Pflegedienst vor Ort

Michael Schrauth, Projektleiter des Evang. Pflegedienstes

"Wohnen im Viertel“ arbeitet mit verschiedenen anerkannten sozialen Diensten aus München zusammen. Zudem beraten die Pflegedienste auch zu weiteren Hilfsmöglichkeiten, informieren über die Finanzierung und koordinieren die individuellen Leistungen. Michael Schrauth arbeitet als Projektleiter beim Evangelischen Pflegedienst München e. V. und ist für den Standort am Reinmarplatz verantwortlich. Der Pflegedienst steht nicht nur den Bewohnerinnen und Bewohnern der Projektwohnungen zur Verfügung, sondern bei Bedarf auch allen anderen Anwohnern der Umgebung. Ist eine dauerhafte pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung nötig, werden diese Leistungen mit den entsprechenden Kostenträgern wie Pflege- oder Krankenkasse abgerechnet.

Standorte und Wissenswertes

In den kommenden Jahren wird das Konzept „Wohnen im Viertel“ in allen größeren Wohnanlagen der Gewofag im Stadtgebiet München ausgebaut. Mehr zu den bestehenden und geplanten Standorten von "Wohnen im Viertel" erfahren Sie hier.

Bewerben für "Wohnen im Viertel"

Gisela Heinzeller von der Wohnforum GmbH

Am Reinmarplatz, aber auch an anderen Standorten sind derzeit noch barrierefreie Wohnungen für pflegebedürftige Menschen mit geringem Einkommen zu vergeben.

Bewerbungsvoraussetzungen:

Bewerben können sich Münchner Bürgerinnen und Bürger aller Altersstufen, die hohen Hilfe- oder Pflegebedarf haben (mindestens Pflegegrad 2) und nur über ein geringes Einkommen verfügen (Registrierbescheid des Amtes für Wohnen und Migration mit hoher Dringlichkeitsstufe). Interessenten wenden sich bitte an die Wohnforum GmbH, den konzerneigenen sozialen Dienstleister der Gewofag. 

Kontakt:
Gisela Heinzeller und Ruth Kleininger 
Wohnforum GmbH – Soziale Quartiersentwicklung 
Telefon: 089/4123-6091 oder -6094 
E-Mail: gisela.heinzeller@gewofag.de, ruth.kleininger@gewofag.de


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