Religion - Stationen


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Wenn Senioren Hilfe brauchen Wohin mit Oma?

Für die eigene Zukunft verdrängt man es gern, doch wenn die Eltern oder Großeltern ein hohes Alter erreichen, gebrechlich werden oder auch nur zu werden drohen, stellt sich die Frage, wie und wo das Leben für sie weitergeht.

Von: Sabine Rauh

Stand: 24.04.2017

Anne Marie ist fast blind und sitzt im Rollstuhl | Bild: BR

Ist ein Pflegeheim nötig und wenn ja, was für eines? Ist es bezahlbar? Wer könnte den alten Menschen zu Hause pflegen? Das schlechte Gewissen scheint dabei vorprogrammiert: Bei den Älteren, die doch nie jemandem zur Last fallen wollten, genauso wie bei denjenigen, die die Pflege organisieren müssen. Die einen kümmern sich jahrelang selbst, verzichten auf manches, muten aber auch ihren Partnern oder Kindern einiges zu. Diejenigen, die das Pflegeheim wählen, werfen sich oft vor, „Rabenkinder“ zu sein, auch wenn sie keine Alternative sehen. Und wer eine Pflege für zu Hause engagiert, muss sich fragen, ob er damit nicht Ausbeutung und Entwurzelung fördert. 

Irene Esmann fragt in „STATIONEN“ nach gesellschaftlichen und individuellen Wegen aus dem Dilemma und schaut sich das Wohnkonzept "Wohnen im Viertel" am Reinmarplatz in München an.

Beiträge in der Sendung

  • Ehrenamtliche Pflegepartner. Von Michael Freund und Richard Rüb
  • Herr Brunschneider - Vom Glück im Altersheim. Von Jutta Neupert
  • 24-Stunden-Pflege. Von Agnieszka Schneider
  • Ein Pflegeheim in Polen. Von Agnieszka Schneider


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