Religion


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Das Erbe der Väter Wie Krieg und Nazizeit nachwirken

Wie die Kriegserlebnisse der Eltern und Großeltern, Flucht und Vertreibung, aber auch Schuld und Schamgefühle einst begeisterter Nazis die Familien geprägt haben, wird oft erst nach Jahrzehnten offenbar.

Von: Sabine Rauh

Stand: 16.11.2017

Irene Esmann ist in Nürnberg unterwegs zu den steinernen Zeugen aus der Kriegs- und Nazizeit: Im Historischen Kunstbunker, in dem unter anderem die Fenster der Nürnberger Altstadtkirchen den Krieg überstanden, auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, wo die NSDAP ihre Macht inszenierte, und in der Reformationsgedächtniskirche, die mit Hilfe der nationalsozialistischen Stadtregierung gebaut und 1938 eingeweiht wurde.

In den Beiträgen berichten Menschen vom Erbe ihrer Väter – und Mütter – und erzählen, wie sie versuchen, sich von den Traumata zu befreien, die eigentlich nicht die eigenen sind.

Die Themen der Beiträge:

  • Kindheit in Dachau-Ost – Wie Flucht und Vertreibung (nach)wirken. Von Jutta Neupert
  • Mein Vater, der Nazi. Von Iris Tsakiridis
  • Eva Umlauf, eine der jüngsten Überlebenden des Holocaust. Von Birgit Rätsch
  • Mein Vater, der Widerstandskämpfer. Von Michael Wandt

Buchtipp:
Eva Umlauf, Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen, Hoffmann und Campe Verlag 2016, ISBN 978-3-455-50370-8


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