Lüften Gegen Schimmel im Keller
Viele Bewohner von Altbauten kennen das: Sie können nichts außer Getränkekästen im Keller lagern - denn Papier, Kleidung oder Möbel beginnen rasch zu schimmeln. Besonders beim Lüften im Sommer sollten Sie vorsichtig sein.
Wer verhindern will, dass der teure Wintermantel sein Sommerquartier mit Stockflecken verlässt, der darf bei Außentemperaturen von 25 bis 30 Grad seinen Keller keinesfalls am Tag lüften. Die optimale Zeit zum Lüften ist im Sommer um fünf oder sechs Uhr morgens. Fünf Minuten Durchzug im Keller - sogenanntes Stoßlüften - sind genug.
Wasserdampf kondensiert im Keller
Im Sommer gilt: Nur in den Morgenstunden, wenn der Tau ausgefallen ist, die Autoscheiben beschlagen sind und das Gras nass ist, ist die Luft draußen trockener als im Keller. Tagsüber saugt die warme Sommerluft alle verfügbare Feuchtigkeit wie ein Schwamm auf. Da Keller von kühlem Erdreich umgeben sind - das sich auch im Sommer kaum auf über 10 Grad Celsius erwärmt - sind Kellerwände und -böden ganzjährig kühl. Das gilt sogar für gut gedämmte Wohnkeller. Dringt dann die warme Sommerluft in den kalten Keller, setzt sich Feuchtigkeit auf den kühlen Wänden ab -der ideale Nährboden für Schimmelpilze.
Tagsüber: Fenster zu!
Den Rest des Tages müssen die Kellerfenster dann geschlossen bleiben, aber nicht nur die: Auch durch die Kellertür oder den Kellerabgang gelangt warme, feuchte Sommerluft nach unten. Der Energieberater warnt zudem davor, im Sommer Wäsche zum Trocknen in den Keller zu hängen. Auch hierbei entstehe Wasserdampf, der an den Wänden kondensieren könne.
Feuchte Keller fordern ihre Besitzer
Wer die Kellerlüftung optimieren will, kann sich ein Feuchtemessgerät anschaffen, das die absolute Luftfeuchtigkeit anzeigt. Nur wenn draußen weniger Wasser in der Luft gelöst ist als drinnen, heißt es: Fenster auf! Das kann an besonders trockenen Sommertagen auch mal tagsüber der Fall sein. Der Nachteil: So ein Profi-Messgerät kann mehrere hundert Euro kosten.
Schimmelgrenzwert: 60 Prozent
Günstiger ist ein sogenanntes Hygrometer, das die Luftfeuchtigkeit nur im Keller misst. Das erhält man bereits für knappe zehn Euro. Der Feuchtigkeitswert sollte laut Energieberater sechzig Prozent nicht überschreiten. Darunter haben Schimmelpilze kaum eine Chance. Ist der Keller trotz allem zu nass, kann ein Luftentfeuchter aus dem Baumarkt helfen.

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