Grabpflegevertrag Ruhe sanft und unkrautfrei
Ein schön gepflegtes Grab tut Auge und Seele gut - umso ärgerlicher, wenn man dem Unkraut nur beim Wuchern zusieht. Wer keine Zeit oder auch nicht den grünen Daumen zur Pflege hat, kann einen Grabpflegevertrag abschließen.
Ingrid Carl aus Puchheim hat für das Familiengrab einen Grabpflegevertrag abgeschlossen: Im Frühjahr, im Sommer und im Herbst pflanzt der Gärtner saisonale Blumen und zu Allerheiligen kommt noch ein schönes Gesteck auf das Grab. Ingrid Carl hat sich helle Blumen gewünscht, ansonsten lässt sie dem Gärtner freie Hand - und ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Jeder Wunsch ist möglich
Man könnte in einem Grabpflegevertrag auch ganz detaillierte Wünsche äußern: Wie das Grab bei der Neuanlage gestaltet werden soll oder sich für jede Jahreszeit ganz bestimmte Blumen aussuchen. Wer das dem Gärtner überlassen möchte, gibt einfach nur den preislichen Rahmen vor. Die gesamte Pflege, das heißt mit saisonaler Bepflanzung inklusive Gießen und Unkrautjäten kostet circa 300 Euro im Jahr. Die Neuanlage kostet natürlich extra.
In treuer Hand
Der Grabpflegevertrag wird mit einer Treuhandgesellschaft oder Genossenschaft geschlossen. Diese prüft den Vertrag und verwaltet das Geld. Das hat mehrere Vorteile: Der Gärtner bekommt sein Geld erst nach getaner Arbeit. Macht er seinen Laden dicht, wird der Auftrag automatisch an einen anderen Gärtner weitergereicht. Und außerdem wird das Grab mindestens einmal im Jahr kontrolliert: Hat der Kontrolleur was auszusetzen, muss der Gärtner den Missstand innerhalb von zwei Wochen beheben. Auch wer mit der Grabpflege unzufrieden ist, kann sich direkt an die Genossenschaft wenden.

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