Ratgeber - Verbrauchertipps


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Ferienjobs Endlich eigenes Geld verdienen

Das Taschengeld reicht nicht für das neueste PC-Spiel oder angesagte Markenklamotten? Ein Ferienjob ist eine gute Möglichkeit, etwas dazu zu verdienen. Was man beachten muss und wie man sie findet: Hier gibt's die Infos.

Stand: 26.06.2014

Illustration: Bube denkt über Ferienjobs wie Hunde Gassi führen oder Zeitungen austragen nach | Bild: colourbox.com, BR; Montage: BR/Angelika Turtl

Einen Ferienjob zu finden, ist nicht ganz einfach. Viele Firmen stellen wegen der verschiedenen Auflagen keine Jugendlichen ein. Deswegen bekommt man auch über die Agentur für Arbeit nur wenige Ferienjobs angeboten. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten. So kann man zum Beispiel im Anzeigenteil der Regionalzeitung fündig werden. Oder man nutzt Kontakte über Eltern, Verwandte oder Bekannte - vielleicht sucht ja gerade der Betrieb, in dem der Vater oder die Tante arbeiten, für die Ferienzeit eine Aushilfe. Möglicherweise findet man auch etwas, wenn man einfach ein paar Firmen aus dem Branchenbuch durchtelefoniert.

Nicht jeder Job geeignet

Nicht erlaubt für Jugendliche: Fließbandarbeit

Wer schon eine konkrete Vorstellung davon hat, was für einen Beruf er später ergreifen möchte, kann versuchen, direkt bei einer entsprechenden Firma zu jobben. Hier kann man jetzt schon Erfahrungen sammeln, die später bei der Suche nach einer Lehrstelle oder einem Ausbildungsplatz nützlich sein können.

Wie auch immer man sich auf die Suche nach seinem Traum-Ferienjob macht, es gibt einige Dinge, die man dabei beachten muss. Denn als Kind oder Jugendlicher darf man nicht jede beliebige Tätigkeit ausüben.

Das ist erlaubt

Unter 13 Jahre

Kinder, die jünger sind als 13 Jahre, dürfen in den Ferien noch keine Arbeit annehmen. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz ist das grundsätzlich verboten.

13 bis 15 Jahre

Wer zwischen 13 und 15 Jahre alt ist, darf leichte Arbeiten annehmen: Babysitten, Zeitungen austragen, Einkäufe erledigen und Ähnliches. Zwei Stunden Arbeit pro Tag an fünf Tagen der Woche sind hier erlaubt - nach der Schule. Die Arbeit darf die Gesundheit nicht gefährden. Und natürlich müssen die Eltern zustimmen.

Ab 15 Jahre

Ab dem 15. Geburtstag dürfen Jugendliche, die noch zur Schule gehen, maximal vier Wochen im Jahr arbeiten: 40 Wochenstunden und täglich bis zu acht Stunden am Tag. Ausnahmen gibt es in der Landwirtschaft, der Gastronomie und dem Gesundheitsdienst, also zum Beispiel in Altersheimen oder Krankenhäusern. Auch hier darf die Arbeit nicht die Gesundheit gefährden.

Ab 16 Jahre

Wer 16 Jahre oder älter ist, der darf mit der Arbeit schon um 5.00 Uhr früh beginnen und bis 21.00 Uhr abends arbeiten. Bei Jobs in Gaststätten auch bis 22.00 Uhr. Wer in der Landwirtschaft jobbt, dem sind zur Erntezeit neun statt acht täglichen Arbeitsstunden erlaubt.

Ab 18 Jahre

Volljährige Schüler gelten als Erwachsene und dürfen bis zu 50 Tage im Jahr oder zwei Monate am Stück arbeiten. Alles, was darüber hinausgeht, wird nicht mehr als Ferienjob angesehen.

Nicht genehmigt für alle, die noch unter 18 Jahre alt sind, ist Wochenend- oder Nachtarbeit. Außerdem dürfen keine schweren Lasten geschleppt oder gefährliche Arbeiten ausgeführt werden. Ebenfalls verboten ist regelmäßiges Arbeiten bei Hitze, Nässe, Kälte oder Lärm. Generell dürfen Jugendlichen keine Arbeiten zugemutet werden, die ihre Leistungsfähigkeit übersteigt.

Wie viel darf man verdienen?

Zeitungen darf man auch außerhalb der Ferienzeit austragen - aber erst nach der Schule!

Wenn man einen Ferienjob gefunden hat, gilt es noch, den finanziellen Teil zu regeln. Hat der Schüler keine (elektronische) Lohnsteuerkarte, muss er eine Lohnsteuersatzbescheinigung beim Finanzamt beantragen. Von dem im Job verdienten Betrag werden auch zunächst alle Steuern abgezogen. Doch keine Sorge - wer im Jahr weniger als 8.354 Euro brutto verdient, kann das Geld am Ende des Jahres vom Finanzamt wiederbekommen, wenn er eine Steuererklärung abgibt.

Wenn man in einem Ferienjob zu viel verdiente, konnte es früher dazu kommen, dass die Eltern für das entsprechende Jahr kein Kindergeld bekamen. Diese Regelung gilt seit Januar 2012 nicht mehr. Seither hat das Einkommen des Kindes bei einem Ferienjob, egal in welcher Höhe, keine Auswirkungen mehr auf den Kindergeldanspruch der Eltern.


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